Eine Bitcoin-Münze auf einem Haufen anderer Münzen. Foto: pixabay
Eine Bitcoin-Münze auf einem Haufen anderer Münzen. Foto: pixabay

Essen. Am Donnerstag hat ein 87-Jähriger bei der Polizei in Essen eine Anzeige wegen Betruges erstattet. Er hatte zuvor über Wochen hinweg einem vermeintlichen Anlagenberater mehrfach Geld überwiesen.


Über eigene Internetrecherchen sei der 87-Jährige auf die Online-Anzeige eines Unternehmens für Anlageberatung gestoßen, berichtet die Polizei über den Vorfall. Die Werbung sei dem Essener seriös vorgelommen, er habe daher einen Vertrag über Geldanlagen in Form von Bitcoins abgeschlossen.

Über WhatsApp habe der Senior Kontakt zu einem „Herrn Schneider“ gehabt, einem angeblichen Berater, der anfangs nur ein kleines Startkapital gefordert habe und den Essener anschließend immer wieder animiert habe, weiteres Geld zu investieren.

„In fester Überzeugung, sehr bald Gewinne einzufahren, überwies der Mann in mehreren Chargen größere Summen an den vermeintlichen Finanzdienstleister“, so die Polizei. „Erst als ihm auffiel, dass Überweisungen auf Konten in Litauen getätigt worden waren, wurde er misstrauisch und erstattete Anzeige“.

Angebliche Erfolgsgeschichten über leicht verdientes Geld, Bitcoins und lukrative Geschäfte mit Kryptowährung würden immer wieder Menschen auf windige Trading-Plattformen im Internet locken  warnt die Essener Polizei. Viele Menschen seien unerfahren in Anlagengeschäften: „Das nutzen Cyberkriminelle für ihre Machenschaften aus und transferieren das Geld der Anleger auf eigene Konten im Ausland“, so die Behörde.