International Music & The Dorf sind Teil des Festivals. Foto: Karl F. Degenhardt
International Music & The Dorf sind Teil des Festivals. Foto: Karl F. Degenhardt

Essen. Im Herbst wird Essen wieder zum Zentrum für die aufregende Welt zeitgenössischer Klänge: Vom 24. Oktober bis zum 7. November 2026 lädt die Philharmonie Essen gemeinsam mit der Folkwang Universität der Künste, dem Landesmusikrat NRW und der Gesellschaft für Neue Musik Ruhr zum „Festival now!“ ein. 


In einer von Krisen und Kriegen geprägten Zeit gibt das Festival unter dem Motto „Transzendenz“ der Stille und Raumüberschreitung ein besonderes Gewicht. Das Motto steht für das Erkunden spiritueller Klangwelten, musikalischer Zwischenräume und das Vordringen an die Schwellen des Hörbaren – ein Ausloten von Erfahrungshorizonten jenseits des Vertrauten, das zugleich Raum für hochenergetische und ausdrucksstarke Werke eröffnet. In insgesamt 13 Veranstaltungen – von Raumklangerlebnissen und Orchesterkonzerten bis hin zu Workshops und Performances – bietet das Festival eine spannende Klangreise, bei der sechs Uraufführungen, eine deutsche Erstaufführung sowie wegweisende Klassiker der Moderne zu erleben sind.

Vor Beginn des Festivals besteht für das Publikum am 22. Oktober, ab 19:30 Uhr im Pavillon der Philharmonie Essen die Gelegenheit, mehr über das Programm zu erfahren. Im Rahmen einer Programmpräsentation stellt Prof. Günter Steinke die Höhepunkte vor und erläutert das Motto „Transzendenz“. Den Auftakt bildet dann am 24. Oktober, ab 15 Uhr ein eintrittsfreier Prolog unter dem Titel „NOW! vor Ort“ in der Neuen Musik Zentrale der Gesellschaft für Neue Musik Ruhr (GNMR) am Viehofer Platz und Umgebung. Gestaltet von Musikern und Komponisten aus Essen, gestattet der Nachmittag mit improvisierter Musik, Performances und einem kleinen Kneipenkonzert vielfältige Einblicke in die lokale Szene.

Das offizielle Eröffnungskonzert präsentiert am 30. Oktober, ab 19 Uhr im Alfried Krupp Saal Karlheinz Stockhausens epochales Glaubenswerk „Inori“ für zwei Solisten und Orchester mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Wolfgang Lischke. In diesem Werk, dessen japanischer Titel übersetzt „Anbetungen“ bedeutet, stellen zwei Solist*innen überkonfessionelle Gebetsgesten dar, die akribisch mit den Strukturen der Partitur und den Klängen des Orchesters verschränkt sind.

Alle Informationen zum Festival unter www.now-festival.de.