Ein Mann steht am Grill. Foto: pixabay/symbolbild
Ein Mann steht am Grill. Foto: pixabay/symbolbild

Essen. Die Ratsfraktion der Grünen setzt sich für praktikable Lösungen in Essens öffentlichen Grillzonen ein.


Mit einem Änderungsantrag zum Vorschlag von CDU und SPD will die Fraktion sicherstellen, dass die Modellprojekte zunächst nur geprüft und finanziell untermauert werden und dass neben Ordnung und Umweltschutz auch die soziale Bedeutung der Grillflächen berücksichtigt wird.

„Im Sommer draußen zu grillen gehört für viele Menschen einfach dazu. Diese Möglichkeit muss es auch weiterhin für Menschen geben, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben. Besonders belastete Grillzonen müssen aber besser gesteuert werden. Deshalb wollen wir prüfen lassen, wie wir mit einer besseren Infrastruktur, einem Buchungssystem und wirksamen Kontrollen das Grillen in unserer Stadt erhalten können“, erklärt Elke Zeeb, ordnungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.

Bereits 2024 hatten sich die Grünen gemeinsam mit der CDU für ein Pilotprojekt mit bewirtschafteten Grillplätzen im Löwental eingesetzt. An diesen Ansatz knüpfen sie nun an. Statt pauschaler Begrenzungen der Gruppengröße sollen feste Kapazitäten für einzelne Grillplätze geprüft werden. Mögliche Gebühren und Reservierungen müssen sozialverträglich gestaltet sein. Eine Beschränkung auf Menschen mit Wohnsitz in Essen lehnen die Grünen ab.

„Öffentliche Grillzonen sind für viele Menschen wichtige Orte der Freizeit und Begegnung. Deshalb müssen wir Missstände wie Müll, Lärm und Überlastung lösen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Flächen für alle zugänglich und sozialverträglich bleiben“, betont Markus Spitzer-Pachel, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion.

Darüber hinaus fordern die Grünen eine bedarfsgerechte und verlässlich verfügbare Toilettenversorgung sowie eine systematische Auswertung der Modellprojekte nach der Grillsaison 2027. Neben Müllaufkommen, Beschwerden und Kontrollaufwand sollen dabei auch die Akzeptanz und soziale Zugänglichkeit untersucht werden. Die Ergebnisse sollen Grundlage für die weitere Entwicklung der öffentlichen Grillzonen in Essen sein.