Eine Szene aus dem Stück. Foto: Bettina Stöß
Eine Szene aus dem Stück. Foto: Bettina Stöß

Essen. Wahnsinnsszenen, Koloraturarien, Trinklieder, Maskenbälle, vielfache Morde, Gifte und Gegengifte – mit seiner Oper „Lucrezia Borgia“ brachte Gaetano Donizetti nicht nur italienischen Belcanto vom Feinsten, sondern auch einen veritablen Thriller auf die Bühne. Am Aalto Musiktheater kehrt die Inszenierung von Ben Baur nun auf den Spielplan zurück. Nach der Wiederaufnahme am Sonntag, 22. Oktober, ab 18 Uhr folgen im Aalto-Theater weitere Vorstellungen am 17. November und 29. Dezember 2023 sowie am 18. Februar 2024.

In der Titelpartie zu erleben ist Aalto-Sopranistin Jessica Muirhead. Als Gennaro gibt Tenor Alejandro Del Angel, seit dieser Spielzeit Ensemblemitglied, sein Rollendebüt. Aalto-Bass-Bariton Almas Svilpa übernimmt die Partie des Don Alfonso. Die musikalische Leitung hat Tommaso Turchetta, 1. Koordinierter Kapellmeister des Aalto-Theaters.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die legendäre italienische Fürstin Lucrezia Borgia (1480-1519), um die sich im Laufe der Zeit ein aus Wahrheit und reiner Fiktion geschaffener Mythos entwickelt hat, der sie zu einer der faszinierendsten Frauengestalten der Historie werden ließ: Lucrezia hat ihren unehelichen Sohn Gennaro abseits des Hofes aufziehen lassen, um ihn vor Intrigen zu schützen – er kennt nicht einmal seine eigene wahre Identität, und Lucrezia wagt es kaum, sich Gennaro anzunähern. Als es schließlich zu einer Begegnung kommt, wird diese zum Auslöser tragischer Ereignisse. Gennaros Freunde enttarnen Lucrezia als skrupellose Politikerin und entfremden ihr den Sohn augenblicklich, Lucrezias Ehemann hält Gennaro für einen ihrer Liebhaber und sinnt auf Rache.

Karten gibt es unter anderem telefonisch unter 0201 81 22200 sowie online unter www.theater-essen.de.