
Essen. Die Volkshochschule (VHS) Essen zeigt am 12. März den Dokumentarfilm „Bildungsgang – Eine dokumentarische Reflexion junger Menschen in der Bildungskrise“ von Regisseur Simon Marian Hoffmann. Die Veranstaltung in der VHS am Burgplatz findet in Kooperation mit Transition Town – Essen im Wandel statt. Der Eintritt ist frei.
Der 90-minütige Film begleitet rund hundert Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei ihrem Versuch, Bildung ohne schulische Vorgaben zu gestalten. Innerhalb von sechs Monaten organisierten 14- bis 22-Jährige in Stuttgart Demonstrationen, zahlreiche Seminare, Workshops und Performances. Hoffmann, Jahrgang 1996, filmte aus der Gruppe heraus. Als Mitgründer des Vereins „Demokratische Stimme der Jugend e. V.“ war er an der Organisation beteiligt, als Regisseur dokumentierte er Konflikte und Lernprozesse einer basisdemokratisch arbeitenden Gemeinschaft.
Am Ende der Kampagne stand ein „Manifest der Jugend“ für ein Bildungssystem der Zukunft. Die Jugendlichen forderten selbstbestimmtes Lernen und eine neue Fehlerkultur an Schulen. Kampagnenplanung, Pressearbeit, Finanzierung und künstlerische Produktion eigneten sich die Beteiligten ohne Anleitung an. Der Film liefert Material für eine Debatte, die in Essen wie anderswo geführt wird: Wie viel Raum benötigen junge Menschen, um eigenständig zu lernen? Welche Kompetenzen misst eine Schulnote, welche bleiben unsichtbar? Nach der Vorführung besteht Gelegenheit zum offenen Gespräch.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter vhs.link/bildungsgang.

