Ein Badmintonspiel läuft. Foto: pixabay
Ein Badmintonspiel läuft. Foto: pixabay

Düsseldorf. „Offizieller Ausbildungspartner der Olympiastützpunkte NRW/Rheinland und Rhein-Ruhr“ – so dürfen sich die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf ab sofort nennen.

Das Ziel der Partnerschaft: Über den olympischen und paralympischen Sport und die Athletinnen und Athleten das Thema Fachkräftesicherung und Berufsausbildung emotionalisieren und in die breite Öffentlichkeit tragen.

„Mit dieser Kooperation gehen wir neue und innovative Wege. Der olympische Sport ist professionell, bodenständig und ehrlich, die Athleten diszipliniert, teamfähig und willensstark. Dies sind Eigenschaften, die es den potenziellen Partnern aus der Wirtschaft zu vermitteln gilt. Der Fachkräftebedarf geht uns alle an, und der organisierte Sport kann einen wichtigen Teil dazu beitragen, Arbeitgebermarken zu stärken“, sagt Stefan Klett, Präsident des Landesportbundes NRW.

Dass Sport ein Feld von potenziell vielen Fachkräften ist, hat die IHK Mittlerer Niederrhein längst erkannt und gemeinsam mit den Stadt- und Kreissportbünden das Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ etabliert. Eben mit dem Ziel, junge Leute mehr für die duale Berufsausbildung zu begeistern, und zwar durch Kooperationen zwischen Sportvereinen und Unternehmen, die von der IHK begleitet werden und gezielt Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen und für eine betriebliche Ausbildung gewinnen sollen. Auch die IHK Düsseldorf weiß um die Bedeutung des Sports als Faktor für die Arbeitgeberattraktivität. IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen: „Viele unserer Mitgliedsunternehmen können durch die Verbindung zum Sport an Arbeitgeberattraktivität gewinnen – sowohl bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften als auch mit Blick auf Auszubildende.“ Und so wollen die IHKs als offizieller Partner der Olympiastützpunkte (OSP) auch für die Top-Athleten und -Athletinnen während und nach ihrer sportlichen Karriere Zugänge zu Unternehmen forcieren, Unternehmen für das Thema begeistern und einen innovativen Ansatz zur Verbesserung des Ausbildungsmarktes liefern. Und der Zeitpunkt ist gut gewählt: Die Olympischen Spiele 2024 finden quasi vor der Haustür in Paris statt, und 2025 kommen mehr als 10.000 Studierende aus aller Welt zu den World University Games in Rhein-Ruhr zusammen.

„Bei dieser Kooperation steht die Aktivierung des Themas Fachkräfte im Vordergrund. Es geht nicht darum, lediglich eine Sichtbarkeit für Unternehmen zu erzeugen, sondern Partnerschaften qualitativ aufzuwerten und die Glaubwürdigkeit des olympischen Sports in die Wirtschaft zu transportieren“, sagt Volker Lauer, Leiter OSP Rhein-Ruhr. Und Daniel Müller, Leiter OSP Rheinland, ergänzt: „Wir wollen den Unternehmen zeigen, dass die Werte im Sport mit einfachen Mitteln für eigene Zwecke gewinnbringend eingesetzt werden können. Wir wollen aufzeigen, dass der organisierte Sport ein verlässlicher Partner für Unternehmen ist.“