Neues IHK-Netzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ bringt Expertinnen und Experten mit Unternehmen zusammen. Foto: Andreas Endermann
Neues IHK-Netzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ bringt Expertinnen und Experten mit Unternehmen zusammen. Foto: Andreas Endermann

Düsseldorf. Die Gestaltung von umweltgerechten und transparenten Lieferketten gehört für Unternehmen zu einer der größten Herausforderungen im Nachhaltigkeitsmanagement. Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten verpflichtet.

Das Gesetz umfasst mittlerweile Unternehmen mit 1.000 Beschäftigten im Inland, aber auch deren Zulieferer und weitere Unternehmen in der Lieferkette. Damit die Unternehmen im „Lieferketten-Dschungel“, so nennt ihn die IHK Düsseldorf, den Überblick behalten, setzen die Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein ein neues Netzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ auf.

Bei der Auftaktveranstaltung am 11. April steht der Informationsaustausch über aktuelle, regulatorische Rahmenbedingungen im Vordergrund. Denn jüngst wurden auf EU-Ebene die Weichen für die sogenannte Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) gestellt, die in einigen Bereichen über das deutsche Gesetz hinausgeht.

„Wir bringen die Verantwortlichen aus den Unternehmen miteinander und mit externen Fachleuten ins Gespräch. Damit unterstützen wir unsere Unternehmen auf ihrem kontinuierlichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit in ihrem Lieferkettenmanagement“, sagt Ralf Schlindwein, Geschäftsführer International bei der IHK Düsseldorf.

Durch die ein Mal pro Quartal stattfindenden Netzwerktreffen können sich Unternehmen miteinander vernetzen und voneinander lernen. Durch ein digitales, durch die IHKs gemanagtes Netzwerkformat besteht die Chance, unabhängig von den physischen Treffen, jederzeit miteinander in den Austausch zu kommen. Bereits 2021 haben die Partner mit der Entwicklung eines IHK Zertifikatslehrgangs „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ einen wichtigen Impuls zur Schulung von Unternehmen geleistet, der 2022 auch mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte ausgezeichnet wurde. „Damit setzen wir unser Engagement und unsere Zusammenarbeit mit der Entwicklungspolitik bei diesem für Unternehmen enorm wichtigen Thema konsequent fort. Mit Good-Practice-Beispielen wollen wir zeigen, wie wichtig Unternehmen ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement ist“, sagt Stefan Enders, Leiter des Bereichs International der IHK Mittlerer Niederrhein.

Das neue IHK-Netzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ wird in Kooperation mit dem Business Scout for Development der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) in NRW umgesetzt. „Unternehmen, die ihre Lieferkette nach ökologischen und sozialen Grundsätzen gestalten, verbessern somit auch ihre Reputation“, sagt Oliver Wagener, der als Business Scout der AWE Partner des neuen IHK-Netzwerkes ist und die Angebote der Entwicklungszusammenarbeit einbringen wird.