Einsatz für die Polizei im Stadtgebiet. Foto: Volkmann/Symbolfoto
Einsatz für die Polizei im Stadtgebiet. Foto: Volkmann/Symbolfoto

Minden. Infolge der möglichen Nachstellung eines Social-Media-Clips riefen besorgte Bürger am Montagabend die Polizei, da sie Zeugen einer vermeintlichen Entführung zu sein glaubten.


„Den ersten Erkenntnissen zufolge spielten ein 23-Jähriger und eine 18-Jährige gegen 18 Uhr in den Bärenkämpen ein Video nach und fuhren anschließend mit einem BMW davon. Da die Szene den Eindruck einer Straftat erweckte, rückten mehrere alarmierte Streifenwagen aus. Die Ordnungshüter konnten den Wagen kurz darauf stoppen und Entwarnung geben. Es handelte sich augenscheinlich um keine echte Straftat“, meldet die Polizei Minden-Lübbecke.

Die Beamten fertigten neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen den Fahrer noch einen Bericht an das Straßenverkehrsamt. Zudem wird geprüft, ob dem Duo der Einsatz in Rechnung gestellt werden kann.

Vor diesem Hintergrund weist die Polizei eindringlich darauf hin, dass scheinbar harmlose Online-Trends im öffentlichen Raum oft nicht als Spaß erkennbar sind und gravierende Folgen haben können: „Solche Aktionen gefährden gegebenenfalls nicht nur die Beteiligten selbst, falls Passanten oder hinzukommende Einsatzkräfte von einer akuten Realsituation ausgehen, sondern binden auch unnötig wichtige Ressourcen von Rettungskräften“, hieß es.