Düsseldorf. Die Ausbildungszahlen im nordrhein-westfälischen Baugewerbe entwickeln sich weiter positiv. Im zweiten Quartal 2026 waren nach Angaben der SOKA-BAU, den Sozialkassen der Bauwirtschaft, 6.257 Auszubildende in Nordrhein-Westfalen registriert. Das waren 8,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bundesweit lag der Zuwachs bei 3,7 Prozent.
Besonders deutlich ist die Entwicklung im ersten Lehrjahr: Hier stieg die Zahl der
Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um
11,1 Prozent auf 2.421. Bundesweit betrug das Plus 9,8 Prozent. Damit setzt sich die
positive Entwicklung aus dem ersten Quartal auch im weiteren Jahresverlauf fort.
„Die aktuellen Ausbildungszahlen sind ein erfreuliches Signal für die Bauwirtschaft in
Nordrhein-Westfalen. Die Unternehmen investieren auch in einem weiterhin
anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld konsequent in qualifizierten Nachwuchs. Das ist von großer Bedeutung, denn der Fachkräftebedarf bleibt mit Blick auf die
großen Aufgaben im Wohnungsbau, bei der Infrastruktur und der Energiewende hoch.
Auch der Start in das neue Ausbildungsjahr ist nach den ersten Rückmeldungen aus
Unternehmen und Ausbildungszentren gut verlaufen. Der Wettbewerb um junge
Menschen wird weiter zunehmen. Gute Ausbildungsbedingungen und verlässliche
berufliche Perspektiven sind deshalb wichtiger denn je“, erklärt Beate Wiemann,
Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen.
Zu diesen Rahmenbedingungen zählt auch eine attraktive tarifliche Ausbildungsvergütung. Gewerbliche Auszubildende erhalten seit April 2026 bundesweit 1.122 Euro im ersten, 1.351 Euro im zweiten und 1.610 Euro im dritten Ausbildungsjahr.
Hinzu kommen vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Weiterqualifizierung und zum
beruflichen Aufstieg.


