Eine ähnliche Aktion vor der „Jagd & Hund“ im Januar 2025. Foto: PETA Deutschland e.V.
Eine ähnliche Aktion vor der „Jagd & Hund“ im Januar 2025. Foto: PETA Deutschland e.V.

Dortmund. Europas größte Jagdmesse „Jagd & Hund“ findet auf dem Messegelände in Dortmund statt. Die Tierschutzorganisation “Peta” plant einen Protest. Grund sind sogenannte Trophäen-Jagdreisen.


“Ab 18.000 Euro werden Elefantentötungen angeboten, Löwentötungen ab 12.000 Euro – und sogar all-inclusive Tötungsreisen für Eisbären können ab 44.000 Euro gebucht werden”, schreibt Peta zu diesen “unmoralischen Angeboten”. Einige Anbieter würden sogar damit werben, dass Trophäenjäger keinen Jagdschein besitzen müssen, um im Ausland Tiere zu töten, so Peta.

Um ein Zeichen gegen die Trophäenjagd und den Ausverkauf der Natur zu setzen, demonstriert die Organisation mit einer “blutigen Aktion” am Eröffnungstag ab 11:30 Uhr vor dem Eingang Nord der Westfalenhallen.

Eine Person im Jäger-Kostüm posiert über „erschossenen Wildtieren“: Als Elefant und Löwe verkleidete Aktive liegen in einer „Blutlache“ und symbolisieren das verursachte Leid. Die Tierschützer möchte die Stadt Dortmund als Messeveranstalter dazu auffordern, “zumindest jegliche Trophäenjagdangebote aus den Westfalenhallen zu verbannen”.

„Die Elefanten- und Löwenpopulation in Afrika schrumpft immer weiter. Die politischen und behördlichen Verantwortlichen sollten sich schämen, dass sie auf einer von der Stadt Dortmund veranstalteten Messe den Ausverkauf der Natur zulassen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei Peta. „Unsere Protestaktion soll die Kommunalpolitik wachrütteln, damit im Zeitalter des weltweiten Artensterbens keine Trophäenjagd-Messen mehr durchgeführt werden.“

Peta schätzt, dass rund 50.000 Deutsche jährlich ins Ausland reisen, um auf Großwildjagd zu gehen. Besonders skurril: Hierzulande wären solche Angebote nicht möglich, da sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, wie die Tierschutzorganisation erklärt.