Edith Grossman mit Chanil Kim. Foto: Bettina Stöß
Edith Grossman mit Chanil Kim. Foto: Bettina Stöß

Wuppertal. Ein gefräßiges Pferd, ein verspeister Strohhut und ein Bräutigam in Nöten: Mehr braucht es nicht, um ein turbulentes Chaos auszulösen. Am Sonntag, 11. Oktober, kehrt Nino Rotas Opernkomödie „Der Florentiner Hut“ auf die Bühne des Opernhauses Wuppertal zurück. Nach ihrer Premiere im Mai 2026 ist die Inszenierung nun erstmals in einer neuen Spielzeit zu sehen.


Ausgerechnet am Tag seiner Hochzeit gerät Fadinard in eine absurde Kettenreaktion: Sein Pferd frisst den Strohhut der verheirateten Anaide, die sich heimlich mit ihrem Liebhaber getroffen hat. Um einen gesellschaftlichen Skandal zu verhindern, beginnt für ihn eine hektische Suche nach einem identischen Hut. Dabei stolpert er von einer grotesken Situation in die nächste, verfolgt von einer zunehmend irritierten Hochzeitsgesellschaft.

Mit ›Der Florentiner Hut‹ schuf Nino Rota, weltweit bekannt für seine Kompositionen zu Federico Fellinis Filmen und ›Der Pate‹, eine hinreißende Opernfarce voller musikalischem Witz und temporeicher Situationskomik. Zahlreiche Anspielungen auf die Operngeschichte treffen dabei auf jene unverwechselbare Klangsprache, die später auch seine legendären Filmmusiken prägen sollte.

Die Inszenierung von Laura Attridge und Markus Meyer versetzt die Handlung in eine traumartige Welt zwischen Realität und Fantasie. Inspiriert von ›Alice im Wunderland‹ entsteht ein theatrales Universum, in dem Größenverhältnisse verrutschen und Räume ihre Logik verlieren. Zugleich erinnern Anklänge an frühe Filmklassiker und Slapstick-Komödien an Rotas enge Verbindung zur Filmkunst.

Die Produktion kehrt nun für vier weitere Vorstellungen auf den Spielplan zurück: am Sonntag, 11. Oktober, und Sonntag, 18. Oktober, am Samstag, 21. November, sowie am Silvesterabend.