Wuppertal. Das Schauspiel Wuppertal lädt zur Premiere von ›Der Sandmann‹ ein. E.T.A. Hoffmanns berühmtes »Nachtstück« gehört zu den düstersten Texten der Romantik – am 21. Februar ab 19:30 Uhr.
Regisseur Karsten Dahlem, erstmals am Haus, inszeniert das Werk in einer zeitgenössischen Fassung, die Trauma, Wahrnehmung und die technischen Verheißungen der Gegenwart miteinander verschränkt. Im Stück begleitet das Publikum Nathana mit ihrer traumatischen Angst vor dem ›Sandmann‹, den sie im Advokaten Coppelius zu erkennen glaubt. Jahre später reißt die Begegnung mit dem Händler Coppola alte Wunden wieder auf. Realität und Einbildung beginnen zu verschwimmen. Gleichzeitig verliebt sich Nathana in Olimp – bei Dahlem eine künstliche Intelligenz in menschlicher Gestalt. Die Faszination für das scheinbar Perfekte lässt ihren Blick auf die Welt zunehmend kippen.
Dabei wird Hoffmanns Automatenmotiv konsequent weitergedacht: KI, digitale Verführung und die Frage nach emotionaler Bindung stehen im Zentrum der Inszenierung. Durch Livemusik verstärkt, wird ›Der Sandmann‹ zu einem hochaktuellen Thriller über Liebe, Verlust und die Zerbrechlichkeit von Gewissheiten. Zugleich ist es die letzte Produktion der aktuellen Spielzeit, welche auf der großen Bühne vom Opernhaus stattfindet.
Tickets und Informationen zu weiteren Spielterminen gibt es online unter www.schauspiel-wuppertal.de.


