Der Pianist Fabian Müller. Foto: Christian Palm
Der Pianist Fabian Müller. Foto: Christian Palm

Wuppertal. Mit Fabian Müller startet das Sinfonieorchester Wuppertal in die neue Spielzeit. Der Pianist ist Professor am Wuppertaler Standort der Hochschule für Musik und Tanz Köln und hat damit einen besonderen Bezug zur Stadt.


Zum Saisonauftakt ist er nun selbst als Solist in der Historischen Stadthalle zu erleben: Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und Dirigent Kevin Griffiths spielt er Johannes Brahms’ 2. Klavierkonzert. Die Konzerte finden am Sonntag, 13. September, um 11 Uhr und am Montag, 14. September, um 19.30 Uhr statt. Brahms’ 2. Klavierkonzert ist eines jener Werke, bei denen sich ein großer Orchesterapparat und ein einzelner Pianist immer wieder ganz unmittelbar begegnen. Neben virtuosen Passagen gibt es überraschend intime Momente, in denen Klavier und einzelne Instrumentengruppen miteinander ins Gespräch kommen. Das macht das Konzert gleichermaßen anspruchsvoll für den Solisten und spannend für das Publikum. Wer Fabian Müller bisher vor allem als Professor in Wuppertal erlebt hat, kann ihn hier als Konzertpianisten auf der Bühne kennenlernen.

Der Abend beginnt mit Emilie Mayers ›Faust‹-Ouvertüre op. 46, einem Werk, das in den vergangenen
Jahren wieder stärker ins Blickfeld gerückt ist. Mayer gehörte im 19. Jahrhundert zu den erfolgreichen
Komponistinnen ihrer Zeit; ihre Musik wurde in mehreren europäischen Städten aufgeführt. Ihre
Ouvertüre zu Goethes ›Faust‹ ist dramatisch, kraftvoll und damit ein wirkungsvoller Einstieg in das
Konzerterlebnis.

Mit Béla Bartóks ›Tanzsuite‹ folgt eine ganz andere musikalische Welt. Die sechs Sätze sind von der
Volksmusik Ungarns, Rumäniens und der Slowakei inspiriert und verbinden diese Einflüsse mit Bartóks
unverwechselbarer Klangsprache. Das Ergebnis ist eine Musik, die unmittelbar in Bewegung gerät:
rhythmisch, prägnant und voller überraschender Wendungen.

Interessant ist dabei auch die Verbindung zum abschließenden Brahms-Konzert. Dessen Finale greift
ebenfalls ungarisch geprägte musikalische Elemente auf. So begegnen sich an diesem Abend drei sehr
unterschiedliche musikalische Handschriften und ein Programm, das von Beginn an viel Abwechslung
verspricht.