Für die Verlängerung des Entlastungssammlers Wupper in Barmen wurde ein Riesenbohrer angeliefert. Foto: Malte Baumgarten
Für die Verlängerung des Entlastungssammlers Wupper in Barmen wurde ein Riesenbohrer angeliefert. Foto: Malte Baumgarten

Wuppertal. Sie ist 10,5 Meter lang und wiegt 96 Tonnen: die Tunnelbohrmaschine, die die WSW für den unterirdischen Vortrieb zur Verlängerung des Entlastungssammlers Wupper einsetzen.

Am Donnerstag, 22. Februar, wurde sie in drei Teilen per Tieflader angeliefert und mit einem 200-Tonnen-Mobilkran in ihre Arbeitsposition in zehn Metern Tiefe in der Pressgrube am St.-Etienne-Ufer abgesenkt. In der Baugrube werden die drei Einzelteile noch montiert. In den nächsten Wochen wird das Bohrgerät seine Arbeit unter der Erde verrichten und sich 390 Meter weit durch Erdreich und Gestein bis zur Bergegrube am Alten Markt vorarbeiten.

Bis 2027 verlängern die WSW Wuppertals größtes unterirdisches Bauwerk, den zehn Kilometer langen Entlastungssammler Wupper, um weitere 1,5 Kilometer vom Alten Markt bis zur Wichlinghauser Straße. Die Kanalröhre wird entlang der B7 in neun bis zehn Metern Tiefe verlegt. Das Bauwerk hat einen Innendurchmesser von zwei Metern. Für die Arbeiten heben die WSW an vier Stellen Press- und Bergegruben aus. Unterirdische Bohrer arbeiten sich von Grube zu Grube. Die Rohrstücke des Kanals werden anschließend durch den so entstandenen Tunnel geschoben.

Hauptzweck des Entlastungssammlers Wupper ist die Reinigung von klärpflichtigem Regenwasser. Der klärpflichtige Anteil wird dem Klärwerk Buchenhofen des Wupperverbands zugeleitet. Sauberes Regenwasser gelangt in die Wupper. Eine weitere wichtige Funktion des unterirdischen Bauwerks ist der Hochwasserschutz. Es dient bei Starkregenereignissen als zusätzlicher Stauraum, der das Abwassersystem und die Wupper entlastet.