Patrick Hahn in ›Das Rheingold‹. Foto: Sinfonieorchester Wuppertal / Yannick Dietrich
Patrick Hahn in ›Das Rheingold‹. Foto: Sinfonieorchester Wuppertal / Yannick Dietrich

Wuppertal. Generalmusikdirektor Patrick Hahn und das Sinfonieorchester Wuppertal setzen ihren konzertanten “Ring des Nibelungen” am Sonntag, 18. Januar, ab 16 Uhr mit Richard Wagners “Die Walküre” in der Historischen Stadthalle Wuppertal fort.


Nach dem großen Erfolg zum Auftakt mit ›Das Rheingold‹, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, verspricht der erste Tag des Bühnenfestspiels erneut ein musikalisch und atmosphärisch herausragendes Konzerterlebnis zu werden. Dafür sorgen eindrucksvolle Lichtstimmungen sowie international renommierte Sängerinnen und Sänger, darunter Michael Kupfer-Radecky, Stéphanie Müther, Maximilian Schmitt und Kurt Rydl.

Der erste Tag des Bühnenfestspiels ist gezeichnet von Lebensgefühlen in Ausnahmesituationen: Wotans stark ausgeprägte väterliche Liebe zu seiner Lieblingstochter Brünnhilde sowie die inzestuöse Beziehung zwischen Siegmund und Sieglinde, ebenfalls Kinder Wotans, bilden den Kernkonflikt der ›Walküre‹. Göttermutter Fricka, Wotans Frau und Hüterin der Ehe, zwingt ihren Mann, dem Geschwisterpaar seinen Schutz zu entziehen. Sollten sie die Regeln der Götter weiterhin missachten, würden diese ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den Menschen verlieren. Schweren Herzens überträgt Wotan Brünnhilde die Aufgabe, das Schlachtlos gegen Siegmund zu wenden. Sie spürt jedoch die innere Zerrissenheit ihres Vaters und missachtet den Befehl. Da Brünnhilde ihre Halbschwester
Sieglinde – mittlerweile schwanger von Siegmund – schützt, ist Wotan gezwungen, auch Brünnhilde zu bestrafen. Auf einem von Flammen umloderten Felsen liegt Brünnhilde nun im ewigen Schlaf, bis sie vom »furchtlos freiesten Helden« geweckt wird.

Mit seinem ›Ring des Nibelungen‹ bereitet Richard Wagner den Weg für ein monumentales
Musikdrama, das die Grenzen von Oper als Gesamtkunstwerk neu definiert. Jetzt, 150 Jahre später und etwa 40 Jahre nach der letzten Inszenierung in Wuppertal, führen die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchester Wuppertal mit Patrick Hahn an vier Konzertabenden ausnahmsweise »Regie«. Denn Richard Wagner vollbringt in seinem ›Ring‹ eine musikalische Pionierleistung: Noch nie wurden Gefühle, Persönlichkeiten, Objekte und Orte so eng mit den Melodien der Partitur verwoben und kehren in Form von Leitmotiven in einer solchen dramaturgischen Dichte zurück.

Zu den vier Konzertabenden gibt es ein Begleitprogramm, welches das ›Ring‹-Erlebnis abrundet. So stehen jeweils eine Woche vorher Audioeinführungen mit Patrick Hahn und Dramaturg Fabio Rickenmann auf der Website des Sinfonieorchester Wuppertal zur Verfügung. Studierende der Bergischen Universität Wuppertal stellen an den Abenden außerdem Grafiken aus, die von Richard Wagners Musik inspiriert sind. Für die kulinarische Begleitung sorgt die Culinaria in der Historischen Stadthalle Wuppertal mit einem erweiterten Angebot vielfältiger Speisen und Getränke.

Restkarten für die konzertante Aufführung sind bei der Kultur-Karte oder unter sinfonieorchester-wuppertal.de/ring erhältlich.