Wuppertal. Die WSW haben das Geschäftsjahr 2025 eigenem Bericht zufolge mit einem Gewinn von 11,7 Millionen Euro abgeschlossen und liegen damit etwas über dem geplanten Ergebnis.
Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe beliefen sich auf rund 1,3 Milliarden Euro. Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10 Millionen Euro auf 107,5 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeitenden im WSW-Konzern bleibt stabil und liegt bei rund 3.500.
Die WSW Energie & Wasser AG erwirtschaftet mit rund 87,0 Millionen Euro ein sehr gutes Ergebnis und liegt damit besser als geplant. Bei der WSW mobil GmbH vergrößerte sich das strukturelle Defizit um gut 5 Millionen Euro auf minus 79,8 Millionen Euro.
2025 sind die WSW beim Ausbau der Erneuerbaren Energien ein großes Stück vorangekommen. Mit großen Aufdach-Anlagen für Geschäftskunden und dem ersten Solarpark in Wuppertal haben die WSW die Erzeugungskapazität für Solarstrom innerhalb eines Jahres um rund 7 Megawatt erhöht. Bei vielen Projekten kooperieren die WSW eng mit kommunalen Partnern wie dem städtischen Gebäudemanagement (GMW), der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (gwg) sowie der Stadtsparkasse Wuppertal. Mit dem GMW und der gwg haben die WSW außerdem Projekte zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in verschiedenen Liegenschaften der beiden Projektpartner umgesetzt. Bei den Quartierslösungen für Photovoltaik, Wärme und Elektromobilität haben die WSW besonders den Gebäudebestand im Fokus.
Das Ladenetz für Elektroautos habe die WSW im vergangenen Jahr um rund 35 Prozent weiter ausgebaut. Ein Meilenstein war die Errichtung der ersten Schnelladestation in der Immermannstraße in Elberfeld. Im Rahmen ihrer Quartierslösungen installieren die WSW außerdem Wallboxen für Eigentümergemeinschaften in Mehrfamilienhäusern und gemeinschaftlich genutzten Garagen und Parkflächen. Dabei bieten die WSW das sogenannte Smart Charging an. Durch flexible Stromtarife und ein intelligentes Lademanagement profitieren die Kundinnen und Kunden von günstigen Ladestrom-Preisen.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Elberfeld schreitet voran. Die WSW arbeiten parallel in drei Baulosen. Das Gebäude der ersten Dampfumformstation steht bereits. Die Arbeiten an der zweiten Station haben begonnen. Durch die Modernisierung der Leitungen und die Umstellung von Dampf auf Heizwasser als Wärmemedium wollen die WSW noch mehr Liegenschaften im Elberfelder Innenstadtbereich an das Fernwärmenetz anschließen und dadurch den lokalen CO2-Ausstoß verringern. Perspektivisch soll das ganze Talnetz auf Heizwasser umgestellt und ausgebaut werden. Dafür haben die WSW im letzten Jahr eine umfangreiche Transformationsplanung erarbeitet. Auch für die Nahwärmenetze wurden solche Pläne aufgestellt. Sie beschreiben den Weg zur Dekarbonisierung der leitungsgebundenen Wärmeversorgung in Wuppertal und werden in den nächsten Jahren umgesetzt.
ÖPNV: 32 neue Wasserstoffbuss unterwegs
Mit 52 Wasserstoffbussen gehören die WSW zu den größten Betreibern emissionsfreier Fahrzeuge für den ÖPNV in NRW. 32 Neue Wasserstoffbusse habe die WSW um die Jahreswende 2024/2025 eingeflottet. Im letzten Jahr wurde für die Brennstoffzellen-Busse eine Wasserstoff-Betankungsanlage auf dem Busbetriebshof Nächstebreck errichtet.
Bei der Schwebebahn investierten die WSW auch 2025 in die Modernisierung der Schwebebahnstation im Rahmen des Erneuerungsprogramms Schwebebahn, das noch bis 2031 laufen soll. Zum Jahresende konnten die WSW mit den ersten Testfahrten des restaurierten Kaiserwagens beginnen. Seit Mai 2026 steht das historische Fahrzeug nach achtjähriger Umbau-Pause wieder für Sonderfahrten zur Verfügung.
Im November 2025 sind die WSW im Busverkehr wieder zum Regelfahrplan zurückgekehrt. Durch ein Bündel von Maßnahmen konnten die WSW die Personalsituation im Fahrdienst stabilisieren. Der Mangel an Busfahrerinnen und -fahrern war ein branchenweites Problem, das in Wuppertal erfolgreich gelöst werden konnte.
Die Fahrgastzahlen in WSW-Bussen und der Schwebebahn liegen mit 71 Millionen Fahrgästen etwa auf Vorjahresniveau.
Für die WSW stand im abgelaufenen Geschäftsjahr die Energie- und Mobilitätswende im Fokus. Mit zahlreichen Maßnahmen unterstützen die Stadtwerke die Transformation der Energieversorgung in Wuppertal und sichern ein attraktives ÖPNV-Angebot als Beitrag zu einem emissionsärmeren Verkehrssektor. Während es beim klassischen Energieabsatz mit Strom, Gas und Fernwärme kaum Veränderungen gab, nutzen die WSW die Chancen der Digitalisierung und innovativer Technologien für die Entwicklung kundenorientierter Angebote, die die Energie- und Mobilitätswende in Wuppertal unterstützen und die Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal zukünftig sichern. Die Kundinnen- und Kunden der WSW profitieren durch Angebote wie die Meine WSW App, der Stromtarif Talmarkt Flex oder das eezyTicket von den Chancen der Digitalisierung. Für Ihre eigenen Prozesse prüfen und erproben die WSW seit dem vergangenen Jahr intensiv den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im gesamten Konzern. In diesem Kontext haben sich die WSW für die kommenden Jahre einen ambitionierten Umsetzungsplan auferlegt.


