
Wuppertal. Am Donnerstag, 27. August, wurde der Bohrkopf für den unterirdischen Rohrvortrieb im letzten Bauabschnitt (Baulos 2) der Verlängerung des Entlastungssammlers Wupper (ESW) angeliefert.
Das 60 Tonnen schwere Gerät kam per Tieflader und wurde mit Hilfe eines Mobilkrans in die 12 Meter tiefe Pressgrube neben der B7 in Oberbarmen am Pfälzer Steg abgesenkt. Von dort wird nun ein etwa 500 Meter langer Tunnel bis zur Wichlinghauser Straße gebohrt. Dies wird mehrere Wochen dauern. Direkt hinter dem Bohrer werden die Rohrstücke des neuen Abschnitts des Entlastungssammlers hydraulisch in den Tunnel gepresst. In der Pressgrube entsteht anschließen ein Schachtbauwerk.
Das erste Baulos der ESW-Verlängerung ist bereits abgeschlossen. Zwischen dem Alten Markt und dem Pfälzer Steg haben die WSW in zwei Abschnitten gearbeitet. Von der Pressgrube am St.-Etienne-Ufer wurde zunächst im unterirdischen Rohrvortrieb Richtung Alter Markt gebohrt und dann Richtung Pfälzer Steg. Von dort startet in Kürze der dritte und letzte Bohrvorgang.
Hauptzweck des ESW ist die Reinigung von klärpflichtigem Regenwasser. Der klärpflichtige Anteil wird dem Klärwerk Buchenhofen des Wupperverbands zugeleitet. Sauberes Regenwasser gelangt in die Wupper. Eine weitere wichtige Funktion des unterirdischen Bauwerks ist der Hochwasserschutz. Es dient bei Starkregenereignissen als zusätzlicher Stauraum, der das Abwassersystem und die Wupper entlastet.
Der ESW wurde in den Jahren 1990 bis 2001 zwischen Rutenbeck und Alter Markt gebaut. Bis 2010 wurden rund 50 Sonderbauwerke am Entlastungsammler errichtet, die vor allem der Einleitung des klärpflichtigen Anteils von Bach- und Regenwasser dienen. 2013 haben die WSW mit der Verlängerung des ESW vom Alten Markt bis zur Wichlinghauser Straße begonnen.

