
Wuppertal. Neue Arbeitswelten kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und Berührungsängste abbauen: Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) „Schichtwechsel“ waren sind am Donnerstag, 24. September, junge Menschen aus den Troxler Werkstätten bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) zu Gast gewesen. In der Ausbildungswerkstatt erhielten sie Einblicke in verschiedene Berufsbilder und lernten die Ausbildungsmöglichkeiten bei den WSW kennen.
Der Aktionstag „Schichtwechsel“ bringt Menschen mit und ohne Behinderungen in unterschiedlichen Arbeitswelten zusammen. Beschäftigte aus Werkstätten erhalten Einblicke in Berufsfelder des allgemeinen Arbeitsmarktes, während Mitarbeitende aus Unternehmen die Arbeit und die vielfältigen Leistungen der Werkstätten für Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen kennenlernen können. Im Mittelpunkt stehen die persönliche Begegnung, der Abbau von Vorurteilen und die Überzeugung, dass Arbeit weit mehr bedeutet als Existenzsicherung: Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, schafft soziale Beziehungen und stärkt das Selbstbewusstsein.
„Solche Einblicke sind für die jungen Menschen besonders wertvoll. Sie können neue Berufsfelder kennenlernen und ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten entdecken“, sagt Maurice Tschense, JobCoach der Troxler Werkstätten.
Der Perspektivwechsel soll zum Jahresende in umgekehrter Richtung fortgesetzt werden: Dann werden Auszubildende der WSW einen Tag in den Troxler Werkstätten verbringen, die dortigen Arbeitsbereiche kennenlernen und gemeinsam mit den Beschäftigten vor Ort arbeiten. Damit wird aus dem heutigen Besuch ein wechselseitiger Austausch, von dem beide Seiten profitieren.
Die Troxler Werkstätten begleiten insbesondere junge Menschen mit Assistenzbedarf auf dem Weg in ein Arbeitsfeld, das ihren persönlichen Stärken und Interessen entspricht. Dabei lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Tätigkeitsbereiche kennen und sammeln praktische Erfahrungen – sowohl innerhalb der Werkstätten als auch in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Als einer der größten Arbeitgeber Wuppertals tragen die WSW nach eigenem Verständnis eine besondere Verantwortung für berufliche Orientierung und gesellschaftliche Teilhabe. Das Unternehmen öffnet deshalb regelmäßig seine Türen für junge Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und ermöglicht ihnen konkrete Einblicke in die Arbeitswelt. Neben der Beteiligung am Aktionstag „Schichtwechsel“ und der Partnerschaft mit den Troxler Werkstätten arbeiten die WSW beispielsweise auch immer wieder mit Förderschulen zusammen.
„Wir möchten jungen Menschen unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen berufliche Perspektiven eröffnen. Kooperationen wie der ‚Schichtwechsel‘ schaffen wertvolle Begegnungen und machen gelebte Inklusion möglich“, betont Markus Schlomski, Arbeitsdirektor der WSW.

