Wuppertal. Explodierende Raketen, grelle Lichtblitze, panische Tiere: Am Freitag startet die „Mega-Kirmes“ in auf dem Gelände des Wuppertaler Stadions am Zoo. Neben dem Eröffnungsfeuerwerk ist für dieses Jahr ein weiteres Feuerwerk am 19. Juni geplant.
“Was als spektakuläres Event gefeiert wird, bedeutet für unzählige Tiere Todesangst – insbesondere in der unmittelbaren Nähe einer zoologischen Einrichtung. Denn nicht nur zu Silvester leiden tierische Mitbewohner sowie Wildtiere massiv unter dem plötzlichen Lärm, unter Blitzen und beißenden Gerüchen der Pyrotechnik, deren Auswirkungen oftmals tödlich sind”, kritisiert die Tierschutzorganisation “Peta”. Dort hat in einem Schreiben an die Verantwortlichen der Veranstaltung appelliert, das Fest “tierfreundlich” zu gestalten.
Die Tierrechtsorganisation fordert ein grundsätzliches Verbot von Feuerwerken in Deutschland – privat wie öffentlich.
„Während Menschen staunen, versetzen explodierende Raketen Hunde, Katzen und Wildtiere in Todesangst. Es ist nicht akzeptabel, dass Tierleid für wenige Minuten Unterhaltung in Kauf genommen wird“, so Björn Thun, Fachreferent bei Peta. „Statt Knallerei auf Kosten der Tiere sollten die Veranstalter der Mega-Kirmes auf geräuscharme, tierfreundliche Alternativen setzen. Und Politik und Kommunen müssen endlich handeln: Schluss mit Feuerwerken – überall!“
Die Stadt Bonn geht mit gutem Beispiel voran und streicht aus Tierschutzgründen künftig das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ aus dem Programm: Ab 2028 sollen dort Menschen mit tierfreundlichen Alternativen wie Drohnen- oder Lichtershows zum Staunen gebracht werden.


