Eine S-Bahn steht an einem Bahnhof. Foto: Volkmann
Eine S-Bahn steht an einem Bahnhof. Foto: Volkmann

Gelsenkirchen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr übt Kritik an der DB Regio. Konkret geht es um die „einseitige öffentliche Ankündigung“ über Betriebseinstellungen aufgrund eines hohen Krankenstandes. 

Über die einseitige öffentliche Ankündigung der DB Regio, aufgrund von Mitarbeiterkrankmeldungen in den Leitstellen und bei Triebfahrzeugführerinnen, aktuell und für das kommende Wochenende SPNV-Betriebsleistungen komplett einzustellen, zeigt sich der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)  besorgt.

„Wir erhoffen als SPNV-Aufgabenträger, dass die DB Regio hierzu vorab den Dialog mit uns sucht und nicht im Alleingang entscheidet und kommuniziert“, so der Verbund. „Unsere Erwartungen sind im Minimum ein Grundangebot für die Fahrgäste anzubieten und Komplett-Ausfälle zu verhindern beziehungsweise zu kompensieren“.

Wo Ausfälle nicht zu verhindern seien, sein ein adäquates Angebot mit Schienenersatzverkehr einzurichten, so der Verkehrsverbund. Der VRR kritisiert die inakzeptable Entwicklung und hätte sich eine frühzeitigere Information auch der Fahrgäste gewünscht.

„Im Nachgang wird es für die gesamte Branche unerlässlich sein, die mannigfaltigen Gründe für die aktuelle Situation zu ermitteln und an deren Beseitigung zu arbeiten“, hieß es. „Wir bedauern es ausdrücklich, dass aufgrund der Krankmeldungen unter anderem auch bedingt durch die Coronapandemie, bei dem Eisenbahnunternehmen solch eine Situation eingetreten ist, werden aber trotz der Ankündigung der DB Regio, dass die Linien am kommenden Montag den Betreib voraussichtlich wieder aufnehmen werden, direkt den von uns geforderten Dialog mit dem Unternehmen suchen, um akzeptable Perspektiven zu finden“.

Der VRR möchte dem Interesse der Fahrgäste – insbesondere durch das aktuelle Angebot des 9-Euro-Tickets – entsprechen und der „Aufgabe der Daseinsvorsorge nachkommen“.