Ratingen. Zu viert sind die Bundesliga-Herren des Triathlon-Teams Ratingen 08 in den finalen Wettkampf am Hannoveraner Maschsee gegangen.
Somit galt es für Jan Ortjohann, Jonas Hauser aus Österreich, den Polen Karol Armula und Leon Vollstedt „durchzuhalten“, da alle Ergebnisse des Triathlonsprints über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen in die Wertung einflossen. Am Tagesende erzielte das Quartett einen guten zehnten Rang und verteidigte in der Tabelle Platz neun. Der Tagessieg ging nach Süßen, der Deutsche Meister heißt Team Saar.
„In Hannover haben sich alle bestens geschlagen und bravourös gekämpft“, zollte Teamleiter Georg Mantyk seinen Athleten höchsten Respekt. „Und wir haben als Team überzeugt. Leon hatte in Hannover keinen sonderlich guten Tag erwischt, aber gemeinsam sind wir dennoch in die Top Ten gekommen. Mich freut besonders, dass Jan Ortjohann endlich mal wieder seine Leistung abrufen konnte, speziell im Laufen.“
Jan Ortjohann bester TTR-Starter am Maschsee
Die zwei Genannten waren zum Saisonende der 1. Triathlon-Bundesliga die verbliebenen „Jungen Wilden“ des TTR. Vollstedt kam – mittlerweile wie gewohnt – mit der Spitzengruppe aus dem See, konnte aber wegen Schwindel auf dem Rad den Anschluss nicht halten. Ortjohann und Hauser begannen die zweite Disziplin im hinteren Mittelfeld, Armula kam auf den hinteren Rängen in die Wechselzone.
Während der zwanzig Kilometer im Sattel arbeitete sich der Pole sukzessive nach vorne und schaffte es, in die Gruppe seiner zwei vor ihm fahrenden Teamkollegen zu gelangen. Vollstedt hatte sich in einer Verfolgergruppe festgebissen und beendete seinen eher unglücklichen Sporttag nach 57:08 Minuten auf Platz 49. Topmann aus Ratingen war Jan Ortjohann. Mit einer starken Laufzeit von 15:47 Minuten stürmte er nach insgesamt 55:47 Minuten auf Rang 28. Jonas Hauser folgte eine knappe halbe Minute später. 56:13 Minuten leuchtete auf dem Zielbogen auf, als er als 34. Bundesliga-Herr das Rennen beendete. Karol Armula steuerte Platz 45 zum Mannschaftsresultat bei (56:54 Minuten).
„Nicht nur heute, sondern über alle fünf Rennen, haben wir eine tolle Saison gestalten können“, resümierte Mantyk in aller Kürze das 1. Bundesliga-Jahr 2026. „Wir können auf alle stolz sein und haben uns im Kreis der ‚Großen‘ etabliert“, fügte er hinzu, nachdem es in den ersten Jahren stets allein um den Verbleib in der Beletage des deutschen Triathlons gegangen war. Die Abschlussfeier der Athlet:innen hatten sich alle Beteiligten redlich verdient.
„Ich möchte an dieser Stelle, auch all denjenigen danken, die dafür sorgen, dass eine Bundesliga-Saison für Ratingen reibungslos funktioniert“, erinnert der Teamleiter zum einen an die Betreuer:innen und die vielen helfenden Hände rund um die Mannschaft, und zum anderen an die Partner und Sponsoren, ohne die ein solches Unterfangen unmöglich wäre.
Gemäß des uralten Mottos, dass nach einer Saison vor einer Saison sei, werden die Planungen für 2027 in nicht allzu weiter Ferne starten. „Aber jetzt genießen wir erst einmal des Erreichte.


