Ratingen. Der Blaue See soll sich wieder zu einem attraktiven Erlebnisort für Ratingen entwickeln. Das geht aus den aktuellen Informationen der Verwaltung hervor, die am Mittwoch auf eine Sachstandsanfrage der Grünen zur Weiterentwicklung des Areals vorgestellt wurden.
Die Grünen Ratingen begrüßen die Pläne ausdrücklich und sehen darin einen wichtigen Schritt, um dem lange vernachlässigten Gelände eine neue Perspektive zu geben. Der Blaue See war früher einer der schönsten und beliebtesten Orte Ratingens. In den vergangenen Jahren hat das Gelände jedoch deutlich an Attraktivität verloren. Umso erfreulicher ist es aus Sicht der Grünen, dass nun konkrete Ideen für eine schrittweise Neugestaltung vorliegen.
Die Grünen hatten zuvor einen Sachstandstermin gefordert. Um den Prozess anzustoßen und transparent zu machen, hat Ute Meier, Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima für Mittwoch einen Ortstermin am Blauen See angesetzt. Dort konnten sich die interessierten Mitglieder ein Bild vom aktuellen Zustand und den historischen Besonderheiten des Geländes machen. Dabei wurden unter anderem die Besonderheiten der historischen Kalköfen vorgestellt. In der anschließenden Sitzung des Ausschusses präsentierte die Verwaltung ausführlich die Entstehungsgeschichte des Areals sowie die Pläne für dessen Zukunft.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Sachstandsanfrage Bewegung in das Thema gebracht hat und jetzt so viele gute Ideen auf dem Tisch liegen. Der Blaue See hat enormes Potenzial – für Naturerlebnis, Freizeit und Naherholung. Entscheidend ist für uns, dass mit der neuen Planung unterschiedliche Interessen zusammengebracht wurden und so ein attraktiver Ort für alle Bürgerinnen und Bürger geschaffen wird“, so Ute Meier.
Die vorgestellten Planungen differenzieren zwischen den unterschiedlichen Bereichen des Areals: Ein besonders sensibler Bereich steht unter Naturschutz und soll entsprechend geschützt bleiben. Gleichzeitig gibt es Flächen, die vielfältige Möglichkeiten für die touristische und freizeitbezogene Nutzung erlauben. So können rund um den Blauen See Möglichkeiten für Naturerlebnis, Gastronomie und Spielplatz entstehen. Zudem soll die besondere Geologie des Blauen Sees künftig stärker vermittelt werden. Gerade für Kinder und Familien soll das Angebot modern und interaktiv aufbereitet werden.
Schrittweise Umgestaltung ab 2027
„Es ist schön zu sehen, dass der Blaue See nicht einfach nur neu gestaltet wird, sondern seine Besonderheiten erhalten und für die Menschen verständlich und erlebbar gemacht werden. Die Verwaltung hat wirklich attraktive Ideen entwickelt. Es ist schön zu sehen, dass es nach Jahren des Stillstands hier einen echten Wendepunkt gibt“, betont Edeltraud Bell, Ratsmitglied der Grünen.
Nach den derzeitigen Planungen soll die Umgestaltung ab 2027 schrittweise beginnen. Ein wichtiges Anliegen der Grünen ist eine transparente Kommunikation während der voraussichtlich längeren Entwicklungs- und Umsetzungsphase. Deshalb haben sie angeregt, bereits jetzt ein gut sichtbares Informationsschild am Blauen See aufzustellen. Die Botschaft soll klar sein: Hier bewegt sich etwas. Nach Ansicht der Grünen soll für die Bürgerinnen und Bürger schon während der Planungsphase nachvollziehbar sein, welche Veränderungen am Blauen See anstehen.


