Ein Schild weist auf eine Baustelle hin. Foto: Volkmann
Ein Schild weist auf eine Baustelle hin. Foto: Volkmann

Ratingen. Am 19. Januar haben die Bauarbeiten für den barrierefreien Umbau der beiden Bushaltestellen an der Steinhauser Straße in Ratingen-Homberg begonnen.


Der Umbau ist erforderlich, um die gesetzlichen Vorgaben zur Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr umzusetzen, damit auch mobilitätseingeschränkte Menschen Bus und Bahn möglichst gut nutzen können. Im Zuge einer VRR-Fördermaßnahme werden in den nächsten Monaten weitere elf Bushaltestellen im gesamten Stadtgebiet barrierefrei umgebaut.

Grundsätzlich ist die Verwaltung angehalten, bei den notwendigen Baumaßnahmen eine verkehrssichere Verkehrsführung zu ermöglichen – für alle Verkehrsteilnehmer, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bauausführenden Unternehmen. Durch verschärfte Arbeitsschutzvorschriften und Richtlinien zur Verkehrsführung an Arbeitsstellen ist der Spielraum für Lösungen sehr begrenzt.

Eine entscheidende Rolle spielt die örtliche Situation, an der Steinhauser Straße maßgeblich die unmittelbare Nähe zum Kreuzungsbereich Meiersberger Straße/Steinhauser Straße. Es musste sichergestellt werden, dass die Baumaßnahme die ohnehin schon überlastete L422 nicht weiter beeinträchtigt.

Bei der Ausarbeitung der Verkehrsführung für die aktuelle Bauphase wurden auch andere denkbare Szenarien geprüft, wie zum Beispiel die reguläre Ampelanlage auszuschalten und sowohl den Kreuzungsbereich und den Baubereich über Baustellenampeln zu regeln oder auch eine zweistreifige Verkehrsführung aufrechtzuerhalten. Allerdings hat sich bei genauerer Prüfung ergeben, dass diese Varianten an anderen Stellen zu noch mehr Problemen geführt hätten. Oder sie waren aus Verkehrssicherheitsgründen nicht umsetzbar. Bedauerlicherweise hat sich durch die nicht vorauszusehende Sperrung der A52 die Situation noch zusätzlich deutlich verschärft.

Aufgrund der vielen Beschwerden aus der Bürgerschaft aus Homberg-Süd hat es am 4. Februar kurzfristig Gespräche zwischen politischen Vertretern des Bezirksausschusses und der Ratinger Verwaltung gegeben mit dem Ziel, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Verbesserungen für die Bürgerschaft zu erzielen. Die Verwaltung prüft jetzt kurzfristig zwei Ansätze aus diesen Gesprächen auf Umsetzbarkeit.

Die aktuelle Bauphase wird voraussichtlich Ende kommender Woche abgeschlossen. Im Anschluss beginnt der Umbau der gegenüberliegenden Haltestelle. Hierzu sind ebenfalls ca. vier Wochen veranschlagt.