Ein Blick auf Bahngleise. Foto: Volkmann
Ein Blick auf Bahngleise. Foto: Volkmann

Ratingen. Die Sanierung des historischen Bahnhofsgebäudes am Ostbahnhof geht zügig voran. Bereits sichtbar ist die restaurierte Fassade. Im Innenraum wird noch gebaut. Außenherum ist jedoch alles beim Alten. Von den Fahrradabstellanlagen blättert die Farbe, das Gerüst der ehemaligen Abfahrtsanzeige steht ohne Funktion und auch der Bahnhofsvorplatz erinnert an den Leerstand.


Gleich zwei Fraktionen im Stadtrat störten sich daran und brachten in die Sitzung des Bezirksausschusses Ratingen-Mitte entsprechende Anträge ein. Die Anträge von CDU und BU hatten beide zum Ziel, das Umfeld des Bahnhofs aufzuwerten und so zu einem Erfolg der künftig als Restaurant und Eventlocation geplanten Örtlichkeit zu führen. „Der Ostbahnhof soll zu einem Aushängeschild für in Ratingen ankommende Reisende und Pendler werden“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bezirksausschussvorsitzender Gerold Fahr.

BU und CDU hatten zwar beide zum Ziel das Umfeld aufzuwerten, jedoch dabei andere Ideen.

Der Antrag der BU war insbesondere den Fahrradabstellanlagen gewidmete und wollte durch ein neues Fahrradparkhaus auf der Ostseite des Bahnhofs am Standort der bisherigen Abstellanlagen auf der Bahnhofsseite Platz für eine zweite Außenterrasse der Eventlocation schaffen.

Die CDU hingegen betonte stärker, wie mit einfachen Maßnahmen das Umfeld aufgewertet werden kann. Teil des Vorschlags war etwa die Verlagerung der Mülltonnen neben der Radstation auf die andere Seite, so dass die künftige Außenfläche der Gastronomie aufgewertet werden kann. Auch das Gerüst der ehemaligen Abfahrtsanzeige soll verschwinden. „Für Radfahrer wünschen wir uns ein Gesamtkonzept, um das Fahrradparken zu verbessern“, erklärt der Sprecher der CDU im Ausschuss Claus Köster.

Die CDU schlägt vor, das Zugangssystem zum bestehenden Fahrradparkhaus zu modernisieren und ähnlich wie die Fahrradboxen zur jederzeitigen Nutzung zu digitalisieren. Die bestehenden Radabstellanlagen sollen auf beiden Seiten bestehen bleiben und erneuert werden.

Die technische Beigeordnete Petra Cremer sicherte im Ausschuss zu, dass die Stadt die Fertigstellung des Gebäudes durch den privaten Investor eng begleite und die Vorschläge in einen Konzeptrahmen bringen wolle. Dazu gehöre auch, die Radabstellanlagen zunächst auf der Bahnhofsseite auszutauschen. Eine entsprechende Vergabe unter Einbeziehung von Fördermitteln werde derzeit vorbereitet.

Für das weitere Umfeld insbesondere den Busbahnhof und die Ostseite, aber auch für den geplanten südlichen Zugang zum Bahnsteig sei derzeit ein erweitertes Konzept in Planung. Dies begrüßte der Bezirksausschuss Mitte einstimmig.