Claudia Jäkel war in Mönchengladbach zweifach erfolgreich. Foto: TuS 08 Lintorf
Claudia Jäkel war in Mönchengladbach zweifach erfolgreich. Foto: TuS 08 Lintorf

Ratingen. Vom 17. bis 19. Juli haben in Mönchengladbach die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Masters stattgefunden. Drei ereignisreiche Tage mit spannenden Wettkämpfen in verschiedenen Disziplinen, bei denen auch Claudia Jäkel vom TuS 08 Lintorf zweimal am Start gewesen ist.


Gesucht wurden die Deutschen Meister aller Altersklassen ab 35 Jahren aufwärts. Teilnehmen konnte hier nur, wer im Vorfeld eine entsprechende Qualifikationsleistung erbracht hatte. Claudia Jäkel ist eigentlich eher auf den Langstrecken zu finden und hatte erst vor wenigen Wochen mit spezifischem Mittelstrecken-Training begonnen. So konnte sie auch erst zwei Wochen zuvor die Qualifikationsleistungen bei den Nordrhein-Meisterschaften laufen, am letzten Tag der Meldemöglichkeit.

Mit der DM-Quali für die 800 Meter und die 1500 Meter in der Tasche holte die 56-Jährige erstmals nach acht Jahren wieder die Spikes aus dem Keller und fuhr nach Mönchengladbach. Die Nervosität war groß, da ihr auf den ungewohnt kurzen Strecken einfach die Erfahrung fehlt. „Es war mein überhaupt erst dritter Lauf über 800m und der sechste über 1500m. Ob ich aufgeregt war? Und wie!“, so Jäkel.

Am Freitagabend standen zunächst die 1500m an. Hier konnte die Ratingerin ihre Saisonbestleistung um knapp vier Sekunden auf 6:02,98 Minuten steigern und im Endspurt einen sechsten Platz in ihrer Altersklasse W55 erkämpfen.

Zufrieden mit dem Resultat und der Platzierung ging es am Samstagnachmittag dann erneut ins Stadion, wo die 800 Meter anstanden. „Für mich eine echte Sprintdistanz! Nur zwei Bahnrunden, da wollte ich versuchen, offensiv zu laufen. Nach einer schnellen ersten Runde wurde es auf der Gegengeraden mit ordentlich Gegenwind richtig hart, aber ich konnte meine Platzierung bis ins Ziel halten“, so Jäkel nach dem Rennen. Das Resultat: Platz neun und eine kleine Steigerung ihrer Saison-Bestleistung auf 3:04,91 Minuten. „Alles in allem ein tolles Wochenende mit spannenden Rennen und vielen netten Gleichgesinnten! Ob ich es das letzte Mal gemacht habe? Ganz gewiss nicht, auch wenn ich mich jetzt erstmal wieder auf gemütliche, längere Trainingsläufe freue“.