Haus Wichern der Diakonie. Foto: Diakonie
Haus Wichern der Diakonie. Foto: Diakonie

Ratingen. Mit dem Aufbau des Gerüsts am Haus Wichern in Ratingen-Homberg am 22. Juni 2026 hat eines der größten Sanierungsprojekte der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann begonnen.


Den Auftakt bildet die umfassende Sanierung der Fassade. Der Gerüstaufbau markiert dabei den sichtbaren Beginn der Maßnahmen. In weiteren Bauabschnitten folgen die Erneuerung des Daches sowie die Installation einer Photovoltaikanlage.

Dem Projekt vorausgegangen war eine umfassende Bestandsaufnahme der Gebäude durch den Projektpartner soleo* GmbH. Seit 2024 wurden der bauliche Zustand der Einrichtungen analysiert, notwendige Maßnahmen erfasst und priorisiert sowie Sanierungsstrategien entwickelt. Darüber hinaus begleitet soleo* die Diakonie bei Förder- und Bauanträgen, der Koordination der beteiligten Gewerke sowie der Bauleitung.

Unterstützt wird das Vorhaben durch Fördermittel aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF). Gefördert werden Maßnahmen an der Gebäudehülle sowie die Fachplanung und Baubegleitung am Standort Haus Wichern in Ratingen. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

„Wir freuen uns über die Sanierung, auch wenn sie natürlich ein sehr großes Projekt ist“, sagt Sabine Köhler, Leiterin des Hauses Wichern. „Investitionen sind notwendig, auch wenn ein solches Vorhaben nicht immer einfach umzusetzen ist. Gebäude müssen instandgehalten und zukunftsfähig gestaltet werden. Wir packen das an. Besonders schön ist es zu sehen, mit welchem Interesse unsere Bewohnerinnen und Bewohner die täglichen Veränderungen verfolgen.“

Das Haus Wichern blickt auf eine mehr als 65-jährige Geschichte zurück. Die Einrichtung wurde 1959 eröffnet und trägt den Namen des Theologen Johann Heinrich Wichern, des Begründers der Inneren Mission der evangelischen Kirche, aus der die heutige Diakonie Deutschland hervorgegangen ist.

Heute verfügt das Haus über 89 Appartements in Einzel- und Doppelzimmern mit Wohnflächen von bis zu 30 Quadratmetern.

Erst im April dieses Jahres wurde das Angebot um eine neue Palliativpflege-Abteilung erweitert. Die Station umfasst drei Einzelzimmer sowie einen Wohnbereich mit Wintergarten und bietet Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen geschützten Ort der Ruhe, Geborgenheit und Gemeinschaft.

Mit der Sanierung möchte die Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann ein Zeichen für den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Einrichtungen setze. Ziel sei es, auch künftig moderne, nachhaltige und zukunftsfähige Wohn- und Pflegeangebote für ältere Menschen in der Region bereitzustellen.