Regisseurin Laura-Alina Blüming (l.) mit Kameramann Milan Liegmann (h. l.) und Kindern und Eltern, die an dem Projekt mitwirken. Foto: privat
Regisseurin Laura-Alina Blüming (l.) mit Kameramann Milan Liegmann (h. l.) und Kindern und Eltern, die an dem Projekt mitwirken. Foto: privat

Ratingen. „Unifive“ lautet der Titel eines abendfüllenden Films, dessen Szene zum Teil auch in Ratingen entstanden sind. Für die Regisseurin Laura-Alina Blüming ist die Rückkehr in ihre Geburtsstadt ein besonderer Moment gewesen. 


„Kino aus der Heimat“, so kündigt Laura-Alina Blüming ihr Filmprojekt an. Für ihren 90-minütigen Streifen „Unifive“ setzt die 26-Jährige auf vertraute Kulissen und hat für den Film wichtige Szenen in ihrem Geburtsort Ratingen – und in der Umgebung – gedreht. In der regionalen Filmszene ist Blüming längst bekannt. Die Regisseurin und Produzentin war zuvor bereits unter anderem in Meerbusch und Düsseldorf aktiv, zudem leitet sie ehrenamtlich Jugend-Filmprojekte.

Auch die Dumeklemmerstadt ist filmisch für Laura-Alina Blüming keine weiße Leinwand: „Erste filmische Berührungspunkte mit Ratingen gab es dabei über Festivalteilnahmen mit Schüler-Filmgruppen – wie etwa beim HKS-Kurzfilmfestival der Helen-Keller-Schule. Der Kurzfilm ‚Helping Hands‘ wurde dabei nicht nur in Ratingen, sondern auch in Hollywood auf großer Leinwand gezeigt“, freut sich die 26-jährige Filmemacherin. Blüming wurde 2024 mit dem „Movers of Tomorrow“-Award der Allianz Foundation für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet und gewann mehrere Filmpreise unter anderem in Berlin auf dem ARFF International oder in Hollywood bei dem Marina Del Rey-Filmfestival.

Für das Spielfilm-Debüt unter der neu gegründeten Filmproduktionsfirma Blüming Pictures habe der Regisseurin besonders am Herzen gelegen, „Drehorte in ihrem Geburtsort Ratingen einzubinden“. Zu sehen sein werden beispielsweise das LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford und Privathäuser in der Ratinger Innenstadt. „Kombiniert werden diese Szenenbilder mit weiteren Motiven aus Düsseldorf, Meerbusch, Kaarst, Neuss und Umgebung“, kündigt Blüming an. Insgesamt 20 Drehtage fallen für den Spielfilm an. Das Detektivabenteuer „Unifive“, an dem Kinder und Jugendliche mitwirken, soll 2027 die Film Premiere feiern. Der Detektiv-Abenteuerfilm erzählt eine Geschichte über Heimat, Familie und Zusammenhalt: Als das Haus des 13-jährigen Samu bei einem Brand niederbrennt und er seine Eltern verliert, steht er vor dem Nichts. Gemeinsam mit seinen Freunden deckt er nicht nur einen Bau- und Umweltskandal in der Stadt auf, sondern findet in seinen Weggefährten auch ein neues Zuhause.

Besonders ist, dass es sich bei „Unifive“ um ein reines No-Budget-Projekt handelt, das „durch pure Leidenschaft getragen wird“, so Blüming. Alle Beteiligten arbeiteten komplett ehrenamtlich. Wie Laura-Alina Blüming erklärt, sei es besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben und sie im Rahmen von Filmworkshops in die professionellen Dreharbeiten mit einzubeziehen.

Auch erfahrene Filmschaffende konnte die 26-Jährige für ihr Vorhaben begeistern. Dazu gehört der Kameramann Milan Liegmann, der auch bei den Drehtagen in Ratingen hinter der Kamera stand. Zudem bringen sich engagierte Eltern der teilnehmenden Kinder ehrenamtlich am Set ein.

Aus „Unifive“ ist letztlich ein „echtes Gemeinschaftsprojekt regionaler Nachwuchstalente und Filmschaffender“ geworden, freut sich Laura-Alina Blüming. „Die zentralen Themen des Films wurden gemeinsam mit den beteiligten Kindern und Jugendlichen erarbeitet und aufbereitet.“