Auch in Ratingen sind die Raupen einiger Gespinstmottenarten derzeit aktiv. Foto: Stadt Ratingen
Auch in Ratingen sind die Raupen einiger Gespinstmottenarten derzeit aktiv. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Jetzt stehen sie wieder vielerorts gespenstisch an Weg-, Straßen- und Waldrändern oder in Parkanlagen: silbrig glänzende, kahl gefressene Bäume und Sträucher.


“Verantwortlich hierfür sind die Raupen einiger Gespinstmottenarten, die die Blätter befallener Pflanzen vollständig abfressen und Stämme, Äste und Zweige komplett mit einem Gespinst überziehen, in dem sie gesellig leben. Häufig werden Traubenkirschen von der Traubenkirschen-Gespinstmotte befallen, aber auch Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden werden bisweilen mit einem dichten Gespinst überzogen. Gelegentlich trifft es sogar auch Obstbäume”, erklärt die Stadt Ratingen.

Die Stadtverwaltung rät davon ab, die Tiere mit Gift zu vernichten. „Das ist meistens ebenso sinnlos wie gefährlich für die Umwelt, da von Insektengiften auch die natürlichen Feinde der Gespinstmotten betroffen sind“, sagt Umweltdezernent Bert Wagener. Ist das Gespinst erst einmal ausgebildet, sind die Raupen kaum noch zu bekämpfen. „Bei befallenen Obstbäumen sollte man daher rechtzeitig mit dem Absammeln der Tiere beginnen“, so Wagener.

Den übrigen Bäumen oder Sträuchern schadet der Befall nicht. Noch im gleichen Jahr werden sie mit dem sogenannten Johannistrieb wieder austreiben und schon bald nicht mehr erkennen lassen, dass sie „abgefressen“ worden sind. Die Gehölze überstehen das zumeist unbeschadet.