Ein Haustürschlüssel liegt auf einer Hand. Foto: pixabay
Ein Haustürschlüssel liegt auf einer Hand. Foto: pixabay

Ratingen. Das Wohnprojekt „Waldviertel Hösel“ kann jetzt Realität werden. Dafür hat die SPD im Stadtrat mit ihrem Antrag zur Verkehrsregelung von und zum S-Bahnhof Hösel und zur Bahnhofstraße (B 227) gesorgt.

„Der Vorschlag, während der Bauphase zunächst eine provisorische Baustellenampel einzurichten, um die Auswirkungen auf den Verkehr kritisch zu untersuchen, bevor eine dauerhafte Regelung mit einer fest installierten Ampelanlage oder einem Kreisverkehr geschaffen wird, hat in der letzten Sondersitzung des Mobilitätsausschusses (StaMA) und des Bezirksausschusses Hösel / Eggerscheidt (BezA 6) eine überwältigende Mehrheit gefunden“, erläutert Ratsmitglied Willm Rolf Meyer. Damit konnte eine drohende Pattsituation zwischen Rat und Verwaltung mit einer erheblichen Verzögerung des Wohnprojektes erfolgreich verhindert werden.

Während die Verwaltung eine dauerhafte Ampelregelung auf der Bahnhofstraße vorgeschlagen hat und dies in der Sondersitzung beschließen lassen wollte, haben sich die Fraktionen klar dagegen und für einen Kreisverkehr ausgesprochen. „An vielen anderen Stellen in Ratingen sorgen Kreisverkehre für einen zügigeren Verkehrsfluss als Ampeln. Weshalb sollte das nicht auch beim Goldkuhleprojekt möglich sein?“ fragt Hans-Günther Linauer, sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Hösel / Eggerscheidt. „Schließlich zeigt der neue Kreisverkehr am Kahlensbergweg in Breitscheid trotz Baustelle schon jetzt eine Entlastung gegenüber der früheren Ampelsteuerung.“

Mit dem Bau preisgedämpfter Wohnungen beim Wohnprojekt Goldkuhle wird ein wichtiges politisches Ziel der SPD umgesetzt. „Es ist ein Kernanliegen sozialdemokratischer Politik, dass sich auch finanziell nicht so gut gestellte Familien bezahlbaren Wohnraum leisten können“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Ratingen, Christian Wiglow. „Auch für die Betreuung der Kinder durch eine Kita im neuen Wohnviertel wird gesorgt“, ergänzt Willm Rolf Meyer. „Dafür hat sich die SPD von Anfang an eingesetzt“.

Auf dem Gelände des ehemaligen Gewerbebetriebes „Goldkuhle“ sollen nach dem bereits erfolgten Verkauf des Grundstücks an die Wohnkampenie akttraktive Wohnungen vorwiegend für Familien mit Kindern verkehrsgünstig am S-Bahnhof Hösel und in unmittelbarer Nachbarschaft eines Grüngürtels gebaut werden. Geplant sind rund 240 Wohneinheiten, davon dreißig Prozent für preisgedämpften Wohnraum, sowie einem kleinen Nahversorger.