
Ratingen. Schlösser und Burgen gehören zu den typischen Zeugnissen der Geschichte und üben seit jeher eine große Faszination auf Menschen aus.
Als 750 Jahre alte Stadt hat auch Ratingen einige davon – und zwar mehr, als so mancher denkt. Sieben sind es, vom unprätentiös-historischen Rittersitz bis zum prachtvollen Wasserschloss, die meisten mit einer ähnlich langen Geschichte wie Ratingen selbst. Sechs dieser sieben Baudenkmäler konnte man im Rahmen des 750-jährigen Stadtjubiläums am 30. August ausnahmsweise besichtigen – und die Ratingerinnen und Ratinger zeigten riesiges Interesse. Der erste Schlösser- und Burgentag war ein voller Erfolg.
Alle Schlösser und Burgen befinden sich in Privatbesitz und sind für die Öffentlichkeit in der Regel geschlossen. Daher nutzten viele Interessierte die seltene Gelegenheit einer Führung durch die Schlösser Landsberg und Linnep, die Wasserburg Haus zum Haus sowie die alten Rittersitze Haus Anger, Gräfgenstein und Volkardey. Auf die rund 350 freien Plätze hatten sich ca. 1.200 Bürgerinnen und Bürger beworben.
Die Denkmalschutzbehörde der Stadt Ratingen organisierte den Schlösser- und Burgentag gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümer. Diese übernahmen die interessanten Führungen zum Teil selbst. Sie berichteten von der Geschichte der Anwesen und Gärten, erzählten aber auch viele Geschichten und Anekdoten rund um die Anwesen und deren einstige Besitzer.
Heike Balzer, die Stadtkonservatorin der Stadt Ratingen, zeigte sich rundum zufrieden mit der Veranstaltung und dankte den Eigentümerinnen und Eigentümern für ihr Entgegenkommen. Nun wird angesichts des großen Interesses geprüft, ob in Zukunft eine Wiederholung möglich ist.

