Ute Meier ist die Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratingen. Foto: Grüne Ratingen
Ute Meier ist die Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratingen. Foto: Grüne Ratingen

Ratingen. Die Fraktion der Grünen setzt sich für einen besseren Hitzeschutz in der Stadt ein und beantragt die Erstellung einer präzisen Karte mit sogenannten „Kühlen Orten“. Diese soll sowohl auf der städtischen Homepage als auch in der App veröffentlicht werden, um den Bürgerinnen und Bürgern in heißen Sommermonaten konkrete Tipps für Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.


„Der Klimawandel ist in Ratingen längst angekommen. Hitzewellen werden in unserer Region immer häufiger und treffen Menschen ganz unterschiedlich – besonders belastet sind Ältere, Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Eine detaillierte Karte zu kühlen Orten ist ein einfacher, aber effektiver Weg, um die Lebensqualität im Sommer für die Menschen in unserer Stadt zu verbessern“, erklärt Ute Meier, Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratingen.

Für die nächsten Sitzungen des Haushalts- und Finanzausschusses sowie des Rats hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt. Denn zwar existiert auf der Homepage bereits eine Karte mit sogenannten „cool spots“, diese sei jedoch zu grob gefasst und biete in der Praxis keinen ausreichenden Nutzen für die Bevölkerung. Die GRÜNEN wollen deshalb eine deutlich detailliertere und verlässlichere Übersicht, die sowohl beschattete Plätze als auch öffentliche Gebäude und Einkaufsmöglichkeiten umfasst.

Die „Kühlen Orte“ sollen dabei festgelegte Kriterien erfüllen: Für Orte im Freien ist großflächige Beschattung in den heißesten Stunden erforderlich, möglichst mit naturbewachsenen Flächen sowie mindestens Sitzmöglichkeiten. Zudem sollen Bereiche möglichst vermieden werden, die Hitze abstrahlen, etwa durch stark versiegelten Untergrund oder aufheizende Fassaden. Für Gebäude soll das Temperaturniveau spürbar unter der Außentemperatur liegen – etwa durch Klimatisierung oder wirksame Dämmung – und nach Möglichkeit Sitzgelegenheiten bieten. Außerdem sollen die Gebäude mindestens an Werktagen zwischen 11 und 17 Uhr verlässlich öffentlich zugänglich sein.

Mit der geplanten Veröffentlichung möchte die Fraktion sicherstellen, dass Menschen im Alltag und im Ernstfall konkret und zeitnah geeignete Orte finden – zur Verbesserung von Gesundheitsschutz, Wohlbefinden und Lebensqualität in heißen Sommermonaten.