Am Ende der zehnten Bauphase, die im Herbst 2024 erreicht werden soll, wird der Verkehr durch den neuen, fünfarmigen Kreisverkehr geführt. Plan: Stadt Ratingen

Ratingen. Die viel befahrene Kreuzung Kahlenbergsweg/Kölner Straße in Breitscheid, zurzeit durch Ampeln geregelt, wird zu einem leistungsfähigen Kreisverkehr umgebaut. Darauf weist die Stadt Ratingen hin.

Am 28. Februar informierte die Stadtverwaltung den Bezirksausschuss Lintorf/Breitscheid über den Zeitplan. Anfang März wird die Ausschreibung veröffentlicht. Bei normalem Verlauf wäre die Fertigstellung im Herbst 2024 zu erwarten.

Die aufwendige Baumaßnahme wurde schon länger geplant, hat sich jedoch wegen ihrer außerordentlichen Komplexität verzögert. Ein Kernproblem sind bereits die Zuständigkeiten bzw. Eigentumsverhältnisse. Der Rat der Stadt hat den Umbau durch die Stadt beschlossen, obwohl die Straßenbaulast an der Kreuzung auf drei Stellen verteilt ist und die Stadt Ratingen selbst den kleinsten Anteil hat, nämlich nur die Straße An der Hoffnung. Der Kahlenbergsweg ist eine Kreisstraße, für die der Kreis Mettmann zuständig ist, die Zufahrt zur Bundesstraße 1 (Kölner Straße) wiederum liegt in der Baulast des Landesbetriebs Straßen NRW.

Hinzu kommt als vierter Beteiligter der Eigentümer des benachbarten Einzelhandelszentrums Breitscheid. Denn der Parkplatz des SB-Warenhauses wird nach dem Umbau direkt aus dem neuen Kreisverkehr erschlossen, dafür waren lange strittige Grundstücksfragen zu klären.

Der Umbau war beschlossen worden, weil die Ampelkreuzung nicht mehr leistungsfähig genug ist. Der Verkehr staut sich insbesondere in der Straße An der Hoffnung, über die zurzeit der Parkplatz des Einzelhandelszentrums angefahren werden muss. Diese Kreuzung soll durch einen fünfarmigen, ovalförmigen Kreisverkehr ersetzt werden. Mit dem Projektmanagement hat die Stadt Ratingen das Duisburger Büro KSP beauftragt. Dessen Geschäftsführer Dr.-Ing. Dirk Kuhfeld stellte nun im Bezirksausschuss Lintorf/Breitscheid den Bauzeitenplan vor.

Nach der Veröffentlichung der Ausschreibung werden die Angebote interessierter Baufirmen bis Ende April erwartet. Bei einer Auftragsvergabe im Juni könnten im Juli die Bauarbeiten beginnen. Gearbeitet wird „unter rollendem Rad“, wie Dr. Kuhfeld dem Ausschuss erläuterte, was die Abwicklung äußerst anspruchsvoll und zeitaufwendig macht. Die Bauarbeiter müssen abschnittsweise vorgehen. Es wird voraussichtlich insgesamt zehn Bauphasen geben, in jeder einzelnen sind neue Sicherheitsvorkehrungen notwendig, müssen neue provisorische Wegeführungen und ggfs. Umleitungen für den Auto-, Rad- und Fußverkehr eingerichtet werden. Entsprechend seien die avisierten 14 Monate Bauzeit nur bei störungsfreiem Verlauf zu schaffen. Bereits im Vorfeld der eigentlichen Baumaßnahme haben die Stadtwerke Ratingen Strom- und Wasserleitungen verlegt.