
Ratingen. In einem Leserbrief äußert sich der Ratinger Lothar Dujat zu dem Online-Artikel „CDU: Ratingen steht bei Grundsteuer sehr ordentlich da“ vom 20. August. Er schreibt:
„Die Einschätzung, dass Ratingen bei der Grundsteuer sehr ordentlich da steht, kann ich leider nicht bestätigen. Mit Zahlen lässt sich vieles beweisen, aber sie stellen nicht die ganze Wahrheit dar. In diesem Fall ist es eine Musterimmobilie, die nicht näher spezifiziert ist, die der Aussage „389 Euro Grundsteuer“ zugrunde liegt.
In unserem Fall handelt es sich um ein relativ großes Grundstück, das aber nur zu unter 50% bebaubar ist.
Das heißt: Etwa 40% sind Bauland und 60% sind reines Gartenland. Bewertet wird es aber, als handele es sich vollständig um Bauland. Dies führt in unserem Fall dazu, dass sich die Grundsteuer seit 2023 bis 2026 um 118% verteuerte. Von 376,60 EUR (2023) auf nunmehr 820,98 EUR (2026)!
Die differenzierten Hebesätze sind schuld, heißt es. Wie hieß es noch vor der Grundsteuerreform? Einige zahlen ein wenig mehr und andere ein bisschen weniger. Im Mittel bleibt alles gleich.
Vielleicht können Sie nachvollziehen, was sich ein Bürger in dieser Situation denkt und was die Entscheidung von Protestwählern bei der nächsten Wahl sein wird. Da bemüht man sich jahrelang mit viel Eigenleistung und Geld Haus und Grundstück in Ordnung zu halten und wird dann einfach abgezockt. Vielen Dank!“

