Die Dumeklemmer-Stadthalle in Ratingen. Foto: André Volkmann
Die Dumeklemmer-Stadthalle in Ratingen. Foto: André Volkmann

Ratingen. Die FDP Ratingen möchte per Machbarkeitsstudie einen Ersatz für die Stadthalle prüfen lassen. 100.000 Euro sollen dafür im Haushalt 2026 veranschlagt werden. 


“Die Stadthalle Ratingen ist seit dem Jahr 1976 in Betrieb und damit seit dem 700 – jährigen Geburtstag der Stadt Ratingen vor 50 Jahren. Damit ist die Stadthalle sowohl in der Konstruktion wie auch im Nutzungskonzept ein Kind dieser Zeit”, so die Ratinger FDP, die einen Haushaltsantrag für eine Machbarkeitsstudie zum Ersatz der Ratinger Stadthalle eingebracht hat.

Bereits 2014 hätten Teile der Politik die Zukunftsfähigkeit der Halle in Frage gestellt. 2019 seien auf Initiative des Bürgermeisters finanzielle Mittel für einen begrenzten
Umbau zur Verfügung gestellt worden. Auch da ging es allerdings parallel um die Frage nach der mittel- und langfristigen Perspektive.

“Seiher ist nichts mehr unternommen worden”, so die Freien Demokraten. Im inzwischen sechsten Jahrzehnt des Bestehens zeigt die Stadthalle für die FDP überraschende Widerstandsfähigkeit: “Besonders die empfindliche Spannbetondecke weist eine beachtliche Langlebigkeit auf, denn viele Hallen mit dieser Deckenkonstruktion sind nicht mehr in Betrieb”, hieß es. Auch wenn die Decke der Stadthalle regelmäßig statisch untersucht werde und bislang von gefährdenden Schäden nichts bekannt sei, habe insbesondere die Decke keine unbefristete Bestandsgarantie.

Käme es zu Mängeln und müsste die Halle deswegen kurzfristig geschlossen werden, stünde Ratingen ” jahrelang ohne Stadthalle da”, so die FDP, die Probleme auch bei der Wirtschaftlichkeit hervorhebt. Der Geschäftsbetrieb sei defizitär. “Der Restaurantbetrieb ist
schon vor Jahren eingestellt worden, dieser Teil des Gebäudes ist ungenutzt. Hinzu kommt der Umstand, dass die Betriebskosten ständig steigen und insbesondere die gesamte Gebäudetechnik sowie der energetische Zustand der Stadthalle längst nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Insoweit muss man über den aktuellen Zustand der Halle nachdenken, aber mehr noch über die mittel- bis langfristigen Perspektiven mit allen damit verbundenen Risiken, zumal damit auch die Chance auf die Ertüchtigung des Stadthallenparks verbunden wäre.”

Die FDP beantragt nun, in den Haushalt für das Jahr 2026 einen Betrag von 100.000 Euro für eine Machtbarkeitsstudie zum Ersatz der Stadthalle einzustellen. Das solle eine Analyse der jetzigen Stadthalle einschließen. Die Machbarkeitsstudie soll den Gremien bis spätestens Ende 2026 vorgelegt werden.