Ein Obststand auf einem Wochenmarkt. Foto: André Volkmann
Ein Obststand auf einem Wochenmarkt. Foto: André Volkmann

Ratingen. Der Rat der Stadt Ratingen hat in seiner gestrigen Sitzung mit breiter Unterstützung dem Antrag der CDU-Fraktion zur Zukunft der Ratinger Wochenmärkte zugestimmt. Damit bleiben die Marktgebühren im Jubiläumsjahr 2026 stabil.


Ausgangspunkt war die von der Verwaltung dargestellte Unterdeckung im Gebührenhaushalt der Märkte in Ratingen-Mitte sowie Ratingen-Lintorf/West in Höhe von rund 34.600 Euro. Unstrittig ist, dass Gebührenhaushalte grundsätzlich auszugleichen sind. Für die CDU-Fraktion steht jedoch ebenso fest, dass die Wochenmärkte eine besondere Bedeutung für das städtische Leben haben.

„Unsere Wochenmärkte sind weit mehr als ein Gebührenhaushalt. Sie sind wichtige Anziehungspunkte für die Innenstadt, Lintorf und West, stärken den lokalen Einzelhandel und sind feste Bestandteile unserer Stadtkultur“, erklärt Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Gerade im Jubiläumsjahr wollten wir ein klares Signal der Verlässlichkeit und Unterstützung senden.“

Gerold Fahr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, betont: „Wir stehen zu solider Finanzpolitik mit grundsätzlich ausgeglichenen Gebührenhaushalten. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht verkennen, welchen Mehrwert unsere Märkte für das öffentliche Leben und unseren Einzelhandel insgesamt haben. “

Ein weiterer Bestandteil des Beschlusses ist daher ein Prüfauftrag an die Verwaltung. Diese soll künftig untersuchen, ob die vollständige Zuordnung der Reinigungskosten zum Gebührenhaushalt sachgerecht ist oder ob nicht ein Teil der Reinigung auch für die Allgemeinheit vorteilhaft ist. “Soweit auch ein Nutzen für die Allgemeinheit entsteht, der eine sogenannte “öffentliche Interessenquote” begründen kann, kann dies zukünftig sowohl die Marktgebühren in einem sachgerechten, moderaten Rahmen halten und zugleich das Defizit im Gebührenhaushalt verringern,” so Fahr weiter.

„Die Märkte beleben unsere Stadtteile, sorgen für Frequenz und Aufenthaltsqualität und kommen damit der gesamten Stadtgesellschaft zugute. Es ist daher richtig und elementar, die Kostenverteilung regelmäßig zu hinterfragen“, so der Christdemokrat Heins abschließend.