"Zum Teil war das Marihuana schon zum Verkauf abgepackt", so die Polizei. Foto: Polizei
"Zum Teil war das Marihuana schon zum Verkauf abgepackt", so die Polizei. Foto: Polizei

Ratingen. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat in Ratingen einen Schlag gegen den bandenmäßigen Drogenhandel durchgeführt.

Am Dienstag haben 50 Beamte im Rahmen eines konzertierten Einsatzes mehrere Wohnungen in Ratingen durchsucht, Drogen sichergestellt sowie mehrere Festnahmen durchgeführt, berichtet die Polizei. Zwei Beschuldigte sollen am heutigen Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Das örtlich zuständige Kriminalkommissariat 22 der Kreispolizeibehörde in Mettmann hatte zuvor im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln insgesamt sieben Durchsuchungsbeschlüsse in Ratingen erwirkt.

Die Polizei stellte in Ratingen rund ein Kilogramm Marihuana sicher. Foto: Polizei
Die Polizei stellte in Ratingen rund ein Kilogramm Marihuana sicher. Foto: Polizei

Hintergrund der Ermittlungen sei der öffentlich wahrnehmbare Straßenverkauf von Marihuana in Ratingen-West gewesen, informiert die Polizei. Ermittlungen hätten ergeben, dass insgesamt sieben Beschuldigten die Drogen in einer Wohnung gelagert und diese laut Polizei im Bereich von Schulen sowie im Bereich der Stadthalle Ratingen verkauft hatten.

Am Dienstag wurden die erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt: Insgesamt durchsuchten die Beamten die Wohnungen von sieben Beschuldigten im Alter von 20 bis 24 Jahren, die alle in Ratingen wohnhaft sind.

In einer der Privatwohnungen stellten Polizeibeamte rund ein Kilogramm Marihuana sicher. Dieses war zum Teil bereits in Druckverschlusstütchen verpackt. Auch mehrere Mobiltelefone fielen den Beamten in die Hände. Alle sieben Beschuldigten konnten im Verlauf des Einsatzes vorläufig festgenommen werden.

Die beiden Haupttatverdächtigen, zwei 24 Jahre alte Ratinger, sollen am heutigen Mittwoch  einem Haftrichter vorgeführt werden. Beide sind nach Angaben der Polizei bereits mehrfach in Erscheinung getreten. Die übrigen fünf Beschuldigten wurden nach erkennungsdienstlichen Behandlungen und Vernehmungen entlassen. Gegen alle Männer wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.