Ein Handball liegt auf einem Tornetz. Foto: pixabay/symbolbild
Ein Handball liegt auf einem Tornetz. Foto: pixabay/symbolbild

Ratingen. An einem rabenschwarzen Freitagabend hat Interaktiv-Handball Düsseldorf-Ratingen bei den ebenfalls akut abstiegsgefährdeten Bergischen Panthern eine deutliche Niederlage einstecken müssen.

Nach einseitigen 60 Minuten zu Gunsten der Hausherren unterlag die Mannschaft von Interaktiv-Trainer Filip Lazarov deutlich mit 16:29 (9:14). Während die Panther, die zuvor nur zwei Punkte, aber vier Plätze vor interaktiv standen, einen kleinen Befreiungsschlag landen und sich von den Abstiegsrängen etwas absetzen konnten, bleiben dem Drittliga-Aufsteiger noch vier Spiele, um die nötigen Zähler zum Ligaerhalt zu sammeln. „Das ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ein hoch verdienter Sieg für die Panther, sie waren heute in allen Belangen besser als wir. Wir waren vor allem im Angriff nicht konkurrenzfähig“, erklärte der spielende Co-Trainer Alexander Oelze, der angeschlagen nicht im Kader stand.

Dabei erwischten die Gäste gleich einen miserablen Start. Vom Anpfiff an wollte weder im Angriff noch in der Defensive wirklich viel zusammenlaufen. Die Folge war ein 0:7-Rückstand nach zwölf Spielminuten. Eine Minute später erzielte Hendrik Stock das erste interaktiv-Tor der Partie (1:7). Doch dies sollte nicht der erhoffte „Wachmacher“ sein. „Wir haben es heute überhaupt nicht geschafft, die nötigen Emotionen in unser Spiel zu bekommen“, erklärte Jugendkoordinator Kristoffer Kleist. Folgerichtig konnten sich die Gastgeber bis zur 18. Minute bis auf 11:3 absetzen. Bis zur Pause lief es dann zumindest phasenweise ein wenig besser, sodass es „nur“ mit einem Fünf-Tore-Rückstand in die Pause ging.

Als Dusan Maric dann wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff auf 10:14 verkürzte, schien interaktiv wieder halbwegs in der Begegnung angekommen zu sein. Doch wer nun dachte, dass eine Aufholjagd folgen würde, sah sich schnell getäuscht. In den folgenden elf Minuten wollte kein eigener Treffer mehr gelingen, während die Panther einen 5:0-Lauf zum 19:10 hinlegten. Spätestens als der Rückstand der Gäste bis zur 44. Minute erstmals auf zehn Tore angewachsen war (44.), war klar, welches Team an diesem Abend das Spielfeld als Sieger verlassen würde.

Über 13:27 musste sich das Lazarov-Team am Ende mit verdientermaßen mit 13 Toren Differenz geschlagen geben. „Wir sind natürlich denkbar schlecht ins Spiel gestartet und konnten den Schalter in der Folge einfach nicht mehr umlegen. Wir müssen diesen Auftritt jetzt möglichst schnell aus den Köpfen bekommen und uns intensiv auf unser nächstes Heimspiel gegen Gelnhausen vorbereiten. Wir haben den Klassenerhalt immer noch in der eigenen Hand. Aber wenn wir den schaffen wollen, müssen wir uns unbedingt deutlich steigern“, erklärte Kleist abschließend.

Interaktiv gegen Bergische Panther: Bliß, Karic (Tor) – Grbavac, Schulz (1/1), Perschke, Wasse (2), Sackmann (1), Stock (4), Knak (1), Maric (2), Mensger (1), Engh (2), Nuic (2), Poschacher, Sabljic, Koenemann