Die Kinder hatten viel Spaß beim Osterferien-Zirkus in Ratingen. Foto: Caritas
Die Kinder hatten viel Spaß beim Osterferien-Zirkus in Ratingen. Foto: Caritas

Ratingen. Am Freitag, 5. April, ist der viertägige Osterferienzirkus für Kinder ab acht Jahren in der Turnhalle der Karl-Arnold-Schule mit einer großen, rund 90-minütigen Aufführung abgeschlossen worden.

Das Integrations-, Spiel- und Sportangebot führt die Kampagne „Vielfalt. Viel wert.“ im Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbands für den Kreis Mettmann seit 2017 in den Oster- und Herbstferien durch. Für das gute Gelingen und die Anleitung der Kinder an für sie ungewohnten Spiel- und Sportgeräten sorgte wie gewohnt das Team des Mitmachzirkus Düsseldorf.

„Unsere Ferienzirkus-Projekte wenden sich gezielt an Kinder, die aus Familien mit Migrations- oder Fluchtgeschichte stammen. Es dürfen jedoch alle Kinder im entsprechenden Alter, unabhängig von der Herkunft, teilnehmen. Für die Eltern ist das kostenfreie Betreuungs-Angebot eine Entlastung“, erläutert Heiko Richartz, verantwortlich für die Kampagne. Ziel sei es, Vorurteile durch Begegnung abzubauen. Daher sei der Mitmachzirkus offen für alle Nationalitäten, Sprachbarrieren seien bei diesem Spiel- und Sportangebot kein Hindernis. Die Kinder können auch mit Verständigungsproblemen miteinander kooperieren und agieren – was sie auch wahrnehmen, wenn es darum geht, für die abschließende Aufführung gemeinsame „Zirkusnummern“ einzustudieren.

Olaf Schmeißer, „Direktor“ des Mitmachzirkus Düsseldorf ergänzt: „Je mehr Kinder teilnehmen, desto einfacher können sie eventuelle Probleme lösen. Dies war eine sehr friedliche Gruppe, und die Kids gehen größtenteils vorurteilsfrei miteinander um. Wenn sie ein gutes Thema haben, ist Migration für Kinder in diesem Alter ohnehin nicht von Interesse.“

„Die sportlichen und Bewegungsangebote des Mitmachzirkus sind niederschwellig und spielerisch angelegt: Es stehen zahlreiche Betätigungsmöglichkeiten zur Verfügung, etwa Einräder, Balancier-Walzen, Diabolos, Stelzen, Pedalos, Jonglier- und Tanzzubehör sowie die in den Turnhallen vorhandenen Sportgeräte“, erklärt Heiko Richartz. Alle Geräte und Betätigungen können die Kinder ohne Verpflichtungen zunächst ausprobieren. In der Regel zeigt sich am Ende des ersten Tages bereits, für welche Betätigungen sich das jeweilige Kind am meisten Interessiert. Erst dann erhalten sie Anleitung, wie sie die Aktivitäten ihrer Wahl effektiv erlernen können. Im Laufe der Woche erfahren die Kinder somit spielerisch eine oder mehrere neue Fähigkeiten, ohne dem Leistungsdruck etwa des schulischen Sportunterrichts zu unterliegen.

Dass das Konzept auch diesmal wieder aufgegangen ist, erzählen mehrere der teilnehmenden Kinder. So sagt etwa die 13jährige Cindy, die schon zum zweiten Mal teilgenommen hat: „Ich habe wieder neue Kinder kennengelernt und außerdem weiß ich jetzt, wie man jongliert. Neue Tricks am Springseil beherrsche ich nun auch.“ Die zwölfjährige Vanessa, ebenfalls zum zweiten Mal dabei, betont, wie viel Spaß es ihr erneut gemacht hat. Sie hat ihre Einrad-Künste aufgefrischt: „Ich habe außerdem jetzt gelernt, mit dem Diabolo umzugehen und neue Fähigkeiten beim Jonglieren und Seilspringen erworben.“ Valerie, neun Jahre alt, hat zum ersten Mal teilgenommen: „Ich konnte vorher nicht Einrad-Fahren und Jonglieren. Die Jonglage will ich weitermachen“. Sie sagt, sie habe Kinder kennenglernt, die ihr vorher unbekannt waren. Leonie, zehn Jahre, geht es genauso: „Ich habe für die Aufführung mit anderen geübt, die ich nicht kannte. Und ich weiß jetzt, wie ich auf einer Kugel laufen kann – das war richtig schwierig.“

Den nächsten Mitmachzirkus bietet die Caritas in Ratingen in der zweiten Herbstferienwoche an.