In Ratingen setzt man ein Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen. Foto: pixabay
In Ratingen setzt man ein Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen. Foto: pixabay

Ratingen. Ratingen will mit einer Aktion ein Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen: Als Mitgliedsstadt der „Bürgermeister für den Frieden“ wird am 8. Juli vor dem Rathaus die Flagge der „Mayors for Peace“ wehen.

Dieses Jahr begehen die deutschen „Mayors for Peace“ am Flaggentag ein Doppeljubiläum. Vor 25 Jahren, am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein bemerkenswertes Rechtsgutachten. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen.

Um an dieses wegweisende Gutachten zu erinnern, führte die Landeshauptstadt Hannover als Vizepräsidentin der „Mayors for Peace“ dann vor genau zehn Jahren den sogenannten Flaggentag in Deutschland ein. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit immer mehr Städte an der Aktion, rund 400 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigen am 8. Juli Flagge gegen Massenvernichtungswaffen, denn noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise 13.080 Atomwaffen.

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.000 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 700 Städte in Deutschland.