Zero Liß ist die Vorsitzende des Vereins SVLS. Foto: SVLS e.V.
Zero Liß ist die Vorsitzende des Vereins SVLS. Foto: SVLS e.V.

Ratingen/Mülheim an der Ruhr. Der Christopher Street Day entfaltet auch in Ratingen eine sichtbare Wirkung: Angebote der queeren Jugendarbeit – Orte des Kontaktes für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und nicht-binäre Jugendliche und junge Erwachsene – waren eine der Forderungen des ersten Ratinger CSD in 2025. Inzwischen gibt es Ergebnisse. 


Das Engagement zeigt Wirkung: Unterstützt durch die Stadtverwaltung stellte der Rat der Stadt mit großerer Mehrheit finanzielle Mittel zur Entwicklung entsprechender Angebote zur Verfügung. Der Erfolg konnte beim diesjährigen Christopher Street Day verkündet werden.

Organisiert wird die Maßnahme durch den Verein SVLS mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Die Organisation hatte zuvor mit den together-Jugendprojekten queere Jugendarbeit an drei Standorten im Ruhrgebiet und vier Standorten am Niederrhein aufgebaut. Als wichtig nennt der communitybasierten Verein vor allem drei Aspekte: Zielgruppenschärfe, Beteiligung und örtliche Einbindung.

So wird es nicht nur Angebote für „alle“ queeren Jugendlichen geben, sondern mindestens monatlich auch spezifische Treffs für junge Lesben / Bisexuelle, junge Schwule / Bisexuelle sowie junge TIN* (Trans* – Inter* – Nicht-Binär), um der Unterschiedlichkeit der Gruppen gerecht zu werden. „Statt nur für junge Menschen, arbeiten wir grundsätzlich mit jungen Menschen“, unterstreicht Vorsitzende Zero Liß die Bedeutung von Beteiligung und Mitgestaltung der jungen Menschen selbst. Zur Mitgestaltung sind ohnehin alle interessierten Menschen und Organisationen aus Ratingen eingeladen.

„Als Verein bringen wir viel Erfahrung bei der Gestaltung queerer Jugendarbeit mit und stellen diese gerne zur Verfügung. Damit die queere Jugendarbeit in Ratingen aber erfolgreich wird, muss es zu Ratingen passen. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung läuft bisher außergewöhnlich gut. Nötig ist aber auch die enge Einbindung der Ratinger Bevölkerung und lokalen Organisationen.“ so Torsten Schrodt, Geschäftsführer des SVLS.

Über einen Projektbeirat sollen alle Interessierten zur Mitgestaltung eingeladen werden. Richtig los geht es, sobald eine Projektleitung gefunden ist. Die Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden ist für pädagogische Fachkräfte ausgeschrieben und wird auch zur kollegialen Unterstützung in das bisher 20-köpfige Fachteam der Jugendprojekte eingebunden. Zwei Kollegen sollen dann auch vor Ort für die zielgruppenspezifischen Angebote in Ratingen zum Einsatz kommen.

„Wir freuen uns auf die tolle Möglichkeit und hoffen, dass es sehr bald richtig losgeht. Alle die Mitgestalten möchten, können sich jetzt schon jetzt bei uns melden“, so Zero Liß. Mehr zum Angebot von together gibt es online unter: www.together-virtuell.de.