Läuferinnen und Läufer aus 33 Unternehmen gingen an den Start. Foto: Firmenlauf Ratingen
Läuferinnen und Läufer aus 33 Unternehmen gingen an den Start. Foto: Firmenlauf Ratingen

Ratingen. Der erste Firmenlauf Ratingen am Grünen See war für die Teilnehmenden ein Erfolg und vielleicht der Beginn einer Erfolgsstory für einen neuen Wirtschafts- und Sportevent in der Dummeklemmer-Stadt.

„Vielen Dank an die Ratinger Firmenläuferinnen und -läufer, die diese Premiere zu einer tollen Veranstaltung gemacht haben“, sagte Organisationsleiter Georg Mantyk, als ihm ARD-Mann Dirk Froberg das Moderations-Mikrofon überreichte. „An der Starterzahl müssen wir zwar noch arbeiten, aber ein erster Aufschlag ist gemacht.“ 33 Unternehmen hatten für den 1.  Firmenlauf Ratingen 315 Läuferinnen und Läufer gemeldet, 275 Namen stehen in der Ergebnisliste.

Ganz oben auf dieser Liste haben sich Andrea Claßen (Fressnapf Running Gags) und Ole Katzenberger (MT GmbH) platziert. Katzenberger lief nach 18:15 Minuten als erster über die Ziellinie, nachdem er die zwei Laufrunden über insgesamt fünf Kilometer absolviert hatte. „Das hat Spaß gemacht“, verriet er im Ziel. „Es war am Anfang etwas staubig, da ich mit etwas Verspätung zum Start kam und daher weiter hinten im Feld gestartet bin“, fügte er lächelnd hinzu. Andrea Claßen beendete nach 19:19 Minuten ihre Sporteinheit und war damit schnellste Frau am Grünen See.

„Eine Laufveranstaltung hat natürlich auch immer einen gewissen Leistungsgedanken, aber im Vordergrund steht beim Firmenlauf die Teilnahme und das gemeinsame Erlebnis“, betont OK-Chef Mantyk den Grundgedanken seines neuen Events. Daher wurden bei der Siegerehrung auch die teilnehmerstärksten Teams ausgezeichnet. Gesamtsieger war hier die Stadt Ratingen, die mit 51 Teilnehmenden an die Stadtgrenze gekommen war. „Events wie der Ratinger Firmenlauf sind eine gute Gelegenheit, Teamgeist zu zeigen“, lautete das Resümee von Nadine Mauch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ratingen und Team-Captain beim Firmenlauf. „Deshalb freue ich mich sehr, dass schon bei der ersten Auflage mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Stadtverwaltung mitgemacht haben und dass wir damit das größte Team am Start waren. Es sind die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, die unsere Arbeit zu etwas Besonderem machen. Das Ganze hat großen Spaß gemacht, wir kommen gern im nächsten Jahr wieder.“

Große Mannschaften stellten auch die Stadt Heiligenhaus mit 32 und Hewlett Packard Ratingen mit 26 Meldungen. Das HP-Team konnte sich überdies die Teamwertung der drei schnellsten Starter:innen sichern. In Relation zur Firmengröße hatte die Adresskontor GmbH mit einem neunköpfigen Team die Nase vorn.

Längste Anreise hatte der Brite Matt Cleveley

Besagter Leistungsgedanke wurde noch einmal thematisiert, als es um die Fragen ging, welche Auszubildenden und welche „Chefs“ am schnellsten waren. Celine Pöters (Stadt Heiligenhaus) und Abudi El-Ghazzaoui (QITS GmbH) konnten in ihrem jeweils ersten Ausbildungsjahr die Siegerurkunde mit nach Hause nehmen. Gleiches gilt für Kathrin Neuhaus (Stadt Heiligenhaus) und Damien Germès, den Geschäftsführer der Niterra Emea GmbH. Aus dem Niterra-Team stammte auch der Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Matt Cleveley arbeitet in Milton Keynes, einer Kleinstadt in der Nähe von London. Seinen Deutschlandaufenthalt verband der Brite mit dem Firmenlauf. „Das war ein Super-Event und ich bin glücklich, dass ich gefragt wurde, hier mitzumachen“, sagte er während der After Run-Party. „Ich komme 2024 auf jeden Fall wieder.“

In dieser Einschätzung war er sich mit allen Starter:innen einig, was neben dem Organisationsteam auch die Sponsoren (Stadtwerke Ratingen, Sparkasse Hilden Ratingen Velbert, LLM Ladelösung GmbH) erfreute. Julia Amels-Westerkamp, Teamleiterin Kommunikation bei den Stadtwerken, formulierte es so: „Es ist schön, dass wir als Stadtwerke Ratingen Bestandteil der Premiere des Firmenlauf Ratingen waren. Als mitlaufendes Team haben wir vor, während und nach dem Lauf viel Spaß gehabt und können die Teilnahme nur weiterempfehlen. Als Partner des Events freuen wir uns, eine neue Veranstaltung in Ratingen zu unterstützen, die Themen wie Kollegialität, Teambuilding oder auch Gesundheítsprävention mit Leben füllt.“

Der Blick richtet sich also schnell gen Folgejahr. Ein genauer Termin für den 2. Firmenlauf Ratingen steht zwar noch nicht fest, aber ein Donnerstag Mitte Juni ist anvisiert. „Wir wünschen uns in 2024 eine vierstellige Zahl von Läuferinnen und Läufern“, hat Mantyk große Pläne. „Wenn ich die Resonanz heute und die vielen freudigen Gesichter sehe, halte ich diese Zielsetzung für ambitioniert, aber dennoch für realistisch.“

Rund 1500 Euro für die Polizei- und Feuerwehr-Opfer vom 11. Mai

Eine zweite Erfolgsgeschichte war das Charity-Projekt des Abends. Ein Euro jeder Startgebühr, 50 Cent jedes Getränks und jeder Speise sowie parallel eingesammelte Spenden wird Mantyk an den Förderverein der Ratinger Feuerwehr weiterleiten. Die Summe von rund 1500 Euro wird den Opfern und den Angehörigen des Anschlags vom 11. Mai in Ratingen-West zugutekommen. „ Bei aller Freude über den gelungenen Abend, sollten wir auch immer nach links und rechts schauen“, so Mantyk.

Weitere Informationen finden sich unter www.firmenlauf-ratingen.de.