Die Landesflagge der Ukraine. Foto: pixabay
Die Landesflagge der Ukraine. Foto: pixabay

Ratingen. Ratingen soll eine Solidaritätspartnerschaft mit einer ukrainischen Kommune aufbauen. Einen entsprechenden Antrag der Grünen hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Ratingen am Dienstag mit den Stimmen aller demokratischen Parteien beschlossen.


Die Verwaltung soll nun Kontakt zur Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), zum Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) sowie zum deutsch-ukrainischen kommunalen Partnerschaftsnetzwerk aufnehmen, um eine passende ukrainische Kommune zu identifizieren. Zudem soll geprüft werden, welche konkreten Hilfen – etwa Materialunterstützung, Schul- und Vereinskontakte oder fachlicher Austausch – möglich und sinnvoll sind.

„Wir freuen uns unglaublich über die breite Zustimmung zu diesem wichtigen Thema. Solidarität muss auch vor Ort gelebt werden. Kommunen können ganz konkret helfen und direkte Verbindungen zwischen Menschen schaffen“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratingen Julia Merkelbach.

Initiator des neuen Antrags war das grüne Ratsmitglied Sascha Buselmeier. Er verweist auf bereits bestehende informelle Kontakte zwischen Ratingen und der ukrainischen Stadt Vasylkiv: „Jetzt sollten wir prüfen, ob und wie sich Verbindungen zu einer verlässlichen kommunalen Solidaritätspartnerschaft weiterentwickeln lassen. Gerade angesichts des sich intensivierenden russischen Angriffskrieges können wir damit ein konkretes Zeichen setzen und praktische Unterstützung ermöglichen. Wir wollen keine Partnerschaft auf dem Papier. Deshalb ist es wichtig, zunächst herauszufinden, welche Kommune zu Ratingen passt und wo unsere Unterstützung tatsächlich gebraucht wird.“

Bereits 2023 hatten die Grünen einen entsprechenden Vorstoß unternommen. Damals waren die Reaktionen noch deutlich zurückhaltender. „Viele hatten damals wohl noch die Hoffnung, dass der Krieg bald vorbei sein könnte. Inzwischen wissen wir, dass die Ukraine weiterhin unsere Unterstützung braucht. Umso wichtiger ist es, dass Ratingen jetzt gemeinsam und parteiübergreifend handelt“, erläutert die Fraktionsvorsitzende Ute Meier.

Die Verwaltung soll dem Rat nun zeitnah über die Gespräche, mögliche Partnerkommunen und einen Zeitplan für die Aufnahme einer Solidaritätspartnerschaft berichten.