Ratingen. Der Ratinger Ableger der “Omas gegen Rechts” hatte am 21. Januar zu einer in die evangelische Stadtkirche eingeladen. Zu Gast ist der Autor Jakob Springfeld gewesen.
„Jetzt müssen wir aktiv werden, um unsere Demokratie vor rechtsradikaler Demontage zu beschützen: In West- genauso wie in Ostdeutschland”, schreibt Ina-Maria Philipps von den Ratinger “Omas gegen Rechts” rückblickend. In ganz Europa würden demokratische Grundwerte in besorgniserregender Weise bedroht und mit ihr alle, die sich für ihren Erhalt einsetzen. Genau so habe es der junge Autor Jakob Springfeld, der aus Zwickau stammt und über seine Erfahrungen als Menschenrechts- und Klimaaktivist zwei Bücher geschrieben hat, bei seinem Besuch in der Stadt berichtet.
Am Montag las er in der – gut gefüllten Kirche – aus sein Buch „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert. Warum das Erstarken der Rechten eine Bedrohung für uns alle ist.“ Springfield schilderte, wie schwer es ist, Zuversicht und Mut nicht zu verlieren angesichts von teils massiven Einschüchterungsversuchen seitens der rechten Szene. “Aber es gibt dazu keine Alternative”, so Philipps. Genau das finden auch die Omas gegen Rechts, die zu der Veranstaltung eingeladen hatten und die bereits seit mehreren Jahren regelmäßig auf dem Marktplatz in Mitte und auf dem Berliner Platz in West stehen.
Wichtig sei es, so Springfeld, keine Parolen zu verkünden, sondern mit allen Bürgern ins Gespräch zu kommen, vor allem über deren soziale Situation. Wohnungsmangel, fehlende öffentliche Treffpunkte oder ÖPNV oder Armut – das alles brennen den Menschen unter den Nägeln.
Wenn sich Junge wie Ältere gesehen und angehört fühlten, wären sie weniger verführbar durch leere Versprechungen. Die Engagierten bieten monatliche an jedem dritten Donnerstag ab 18.30 Uhr im “Forum Lotsenpunkt” an der Düsseldorfer Straße 38 vorbeischauen.


