
Ratingen. Auf einem 1.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Kölner Straße, Ecke Pappelweg, errichtet die Stadt Ratingen zurzeit die neue Rettungswache Nord.
Anlässlich der Rohbau-Fertigstellung besuchte Bürgermeister Patrick Anders die Baustelle und ließ sich von den Fachleuten des städtischen Hochbauamtes sowie Vertretern des Architekturbüros Thelen und der am Bau beteiligten Unternehmen über den aktuellen Projektstand informieren. In der neuen Rettungswache finden drei Rettungsfahrzeuge und das entsprechende Personal Platz. Das Gebäude ist ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen, es vereint eine hohe Energieeffizienz mit einem ressourcenschonenden Bau- und Betriebskonzept.
Das fängt bei den Baumaterialien an. Das Gebäude wird in Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad erstellt. Holz speichert das Kohlendioxid, das die Bäume zuvor der Atmosphäre entzogen hatten, über die gesamte Lebenszeit des Gebäudes. Ökologisch wertvoll sind auch andere verwendete Baumaterialien. Das Dach wird extensiv begrünt.
Das reduziert die Wärmeeinstrahlung im Sommer. Im Winter dagegen wird die Wärme durch gute Dämmung im Gebäude gehalten, das den Standard Effizienzhaus 40 erreicht. Dazu trägt auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach bei.
Ein Novum für Gebäude der Stadt Ratingen ist die Nutzung von Geothermie. Die Heizung für die Rettungswache Nord wird über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe befeuert. Als Quelle für die Wärmepumpenanlagen dient eine Geothermieanlage mit vier Bohrungen á 100 Meter Tiefe. So kann das Gebäude nicht nur im Winter geheizt, sondern auch im Sommer gekühlt werden.
Das Grundstück wird im Trennsystem entwässert, wobei das Niederschlagswasser in einer unterirdischen Rigole versickert wird. Die Gesamtkosten für die neue Rettungswache betragen rund 3,8 Millionen Euro. Sie wird voraussichtlich Anfang 2027 in Betrieb gehen.
Bürgermeister Patrick Anders sagte nach seinem Besuch: „Von der hervorragend gelegenen neuen Wache aus können wir Menschen in Not vor allem im Ratinger Norden künftig noch schneller als bisher erreichen. Dazu bekommen wir hier ein Gebäude, das hohen bautechnischen Ansprüchen in punkto Energieeffizienz genügt. Ein wichtiger Schritt für unseren Rettungsdienst.“

