Ein Blick auf Bahngleise. Foto: Volkmann
Ein Blick auf Bahngleise. Foto: Volkmann

Ratingen. Christian Otto, Grünen-Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität, lädt zusammen mit dem Vorsitzenden des Bezirksauschusses Hösel/Eggerscheid, Michael Droste zu einer Sondersitzung beider Ausschüsse am 3. Juli ab 17 Uhr in den Ratssaal ein.

„Die Aktivitäten von Bundestags- und Landtagsabgeordneten erhalten zwar die Aufmerksamkeit für die unbefriedigende Situation um den Teilausfall der S6“, so Otto, der auch der Vorsitzende der grünen Ratsfraktion ist. Falsche Hoffnungen könne und wolle man damit aber sicherlich nicht wecken.

Um jedoch ausführlich die komplexe Materie mit Fachleuten diskutieren zu können, ist zu der Sitzung unter anderem ein Vertreter der Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn geladen.

„Mir ist es zusätzlich gelungen, einen Vertreter aus dem NRW-Verkehrsministerium für diesen Termin zu gewinnen“, freut sich Otto, der auch eine Mitwirkung des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr angefragt hat.
„Die aktuelle und unbefriedigende Lösung insbesondere des Pendel- und Schulverkehrs zwischen Düsseldorf, Ratingen und Essen kann nicht noch 2 Jahre so bleiben“, führt Otto weiter aus. Er kenne die Lage gut, da auch seine tägliche Fahrt zur Arbeit sich um insgesamt mehr als eine Stunde für Hin- und Rückfahrt verlängere.

Mit der Wiederherstellung des Teilabschnitts zwischen Hösel und Kettwig ist nach Auskunft der Bahn nicht vor Frühjahr 2026 zu rechnen. Die momentane Lösung mit Schienenersatzverkehren zwischen Ratingen Ost und Kettwig sowie nur zeitweisem S-Bahnbetrieb zwischen Ratingen Ost und Düsseldorf sei nicht ausreichend, findet der Grüne.

„Ich hoffe auf eine rege Diskussion, da sowohl der Auftraggeber VRR als auch die Landesregierung großes Interesse daran haben müssen, dass die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs nicht aus Frustration wieder aufs Auto setzen“, erläutert Otto.

Die Verkehrswende sei sowohl aufgrund des überfüllten und maroden Straßennetzes, als auch im Hinblick auf den Klimawandel unumgänglich.

„Ich lade alle Interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, die öffentliche Sitzung zu besuchen“, so Otto. Eine bessere Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren, gebe es wohl nicht.