Das Stadttheater ist inzwischen vollständig entkernt. Die städtischen Projektleiter Judith Jablonowski und Epameinondas Doulgkeridis (links) sowie die Dezernenten Martin Gentzsch (im Hintergrund links) und Patrick Anders (rechts) machten sich ein Bild vom aktuellen Baufortschritt. Foto: Stadt Ratingen
Das Stadttheater ist inzwischen vollständig entkernt. Die städtischen Projektleiter Judith Jablonowski und Epameinondas Doulgkeridis (links) sowie die Dezernenten Martin Gentzsch (im Hintergrund links) und Patrick Anders (rechts) machten sich ein Bild vom aktuellen Baufortschritt. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Seit acht Monaten gehört das Stadttheater den Bauarbeitern. Ende März fiel der vorläufig letzte Vorhang, seitdem wird kernsaniert. Nun ist das Großprojekt an einem Wendepunkt angekommen.

Das Gebäude ist vollständig entkernt, ab jetzt wird wiederaufgebaut. Bei einem Besuch in der fast leeren Gebäudehülle erläuterten Vertreter der Bau- und Kulturverwaltung mit den Dezernenten Martin Gentzsch und Patrick Anders sowie die Planer des Architekturbüros SSP, was die Ratingerinnen und Ratinger erwartet, wenn sie in etwas mehr als einem Jahr wieder ihr Theater besuchen können. Das Projekt schreitet gut voran, die Wiedereröffnung ist für März 2025 geplant.

Im Stadttheater verbessert sich durch die Baumaßnahme alles, die Gebäudesicherheit und die Energieeffizienz ebenso wie das innere Erscheinungsbild und die Funktionalität. Von außen behält der markante Gebäudekomplex im typischen Stil der 60er und frühen 70er Jahre dagegen seine stadtbildprägende Wirkung.

„Energetisch spielt das Gebäude nach der Sanierung in einer ganz anderen Liga“, sagte Hochbaudezernent Martin Gentzsch. Das Dach wird saniert, teils begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Das Haus wird ans Fernwärmenetz angeschlossen, die Lüftungsanlage wird erneuert, und natürlich wird die Beleuchtung auf LED umgestellt. „Mein Dank richtet sich an unsere Projektleiter Judith Jablonowski und Epameinondas Doulgkeridis vom Amt für Gebäudemanagement sowie an das Büro SSP und die beteiligten Baufirmen, die hier alles daransetzen, dieses Vorzeigeprojekt so schnell wie möglich fertigzustellen.“

Kulturdezernent Patrick Anders blickt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs voller Vorfreude entgegen. „Wir werden durch unsere Maßnahmen die Qualität des Theatererlebnisses spürbar erhöhen.“ Die Bestuhlung in dem künftig barrierefreien Gebäude wird erneuert, neue Technik wird für eine verbesserte Akustik sorgen, und nicht zuletzt wird die Sanierung genutzt, um das Foyer einladend zu gestalten. „Dort werden sich die Besucherinnen und Besucher auch in den Pausen gern aufhalten.“

Die Sanierung des Stadttheaters steht in einem größeren Zusammenhang und wird parallel zur Sanierung bzw. dem Neubau des benachbarten Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums durchgeführt. Der Theatersaal wird dem Gymnasium auch weiter als Aula dienen, wie es seit dem Bau des Gesamtkomplexes praktiziert wurde. Ebenfalls im Gleichschritt wird auch die Sporthalle saniert, die mit dem Theater baulich verbunden ist.

Auf Bühnenkultur müssen die Ratingerinnen und Ratinger übrigens auch während der Restbauzeit nicht verzichten. Das städtische Kulturamt hat sich einiges einfallen lassen, um die Durststrecke zu überbrücken.

In der Stadthalle, im Medienzentrum, Freizeithaus West und Ferdinand-Trimborn-Saal sowie in weiteren Einrichtungen, etwa der Lintorfer „Manege“, gibt es eine Reihe von Konzerten und Aufführungen. Und im Sommer 2024 lockt auch wieder die Seeterrasse an der Stadthalle kulturell interessierte Besucherinnen und Besucher an.