Ratingen. In einem Antrag, der im Seniorenrat, im Sozialausschuss und im Bezirksausschuss Lintorf/Breitscheid beraten wurde, bat die grüne Fraktion die Stadt Ratingen, die kurzfristige Einrichtung eines Seniorentreffs in Breitscheid zu prüfen.
Die Verwaltung konnte das Anliegen nachvollziehen, auch in Breitscheid ein Begegnungsangebot für die 1.145 Menschen über 65 Jahre zu schaffen. Sie führte jedoch an, dass Ratingen mit insgesamt neun geförderten Begegnungsstätten bereits überdurchschnittlich gut versorgt sei und lehnte es aus diesem und anderen Gründen ab, derzeit die Einrichtung eines städtischen Seniorentreffs in Breitscheid zu prüfen.
Elizabeth Yeboah, grünes Ratsmitglied aus Breitscheid, hält dagegen, dass sich die Begegnungsstätten konzentriert im Ratinger Süden und Westen befänden. “Für Breitscheid besteht eindeutig eine Versorgungslücke, denn die Seniorinnen und Senioren, die oft mobilitätseingeschränkt sind, brauchen ein Angebot in ihrer Nähe und nicht irgendwo im Stadtgebiet.”
Das sahen auch die anderen Fraktionen so. Die SPD stellte im Sozialausschuss den Antrag, dass die Verwaltung auf die Kirchen und den TUS Breitscheid zugehen möge, um zu prüfen, ob die bestehenden Seniorenangebote in deren Trägerschaft weiterentwickelt werden könnten – gerne sowohl in Breitscheid-Süd wie auch in Breitscheid-Nord.
Dieser Antrag wurde im Sozialausschuss sowie im Bezirksausschuss einstimmig beschlossen. Die Ergebnisse sollen nun den weiteren zuständigen Ausschüssen vorgestellt werden.
“Wir sehen hierin einen ersten Schritt, das Begegnungsangebot in Breitscheid zu verbessern”, freut sich Andrea Kornak, grüne Ratsfrau und Mitglied im Sozialausschuss.


