Per Solaranlage macht man sich die Kraft der Sonne zunutze. Foto: pixabay
Per Solaranlage macht man sich die Kraft der Sonne zunutze. Foto: pixabay

Ratingen. Ziel zukunftsorientierter Energiepolitik ist es, klimaneutral Energie zu produzieren. Dazu beantragt die SPD-Fraktion ein Förderprogram für Balkonkraftwerke für Haushalte mit geringem Einkommen in einem Rahmen von jeweils 75.000 € für die Jahre 2024 und 2025 aufzulegen.

„Die Stadt Ratingen hat das Ziel ausgegeben, bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein. Die z.T. dramatischen Klimaveränderungen zeigen nachdrücklich, dass deutlich schneller gehandelt werden muss bzw. vor 2045 eine Klimaneutralität anzustreben sei“, ist Fraktionsvorsitzender Christian Wiglow überzeugt.

„Ein probates Mittel als Baustein stellt die Nutzung von Balkonsolaranlagen dar. Die Erfahrungen der Stadt Ratingen mit dem Förderprogramm aus den Jahren 2021 und 2022 zeigen, dass Hausbewohnerinnen und Hausbewohner und auch Mieterinnen und Mieter sehr an der Nutzung von Balkonsolaranlagen interessiert sind“, ergänzt der umweltpolitische Sprecher der SPD Uwe Ludwig.

Damit auch Haushalte mit geringem Einkommen die Möglichkeit erhalten, kostengünstig Strom für den Eigengebrauch zu produzieren, sollen diesen Haushalten Fördergelder zu Verfügung gestellt werden.

„Konkret werden unter dieser Zielgruppe Haushalte mit Leistungsbezug nach dem SGB II, SGB XII und von Wohngeld verstanden. Für diese sollen auch regenerative Energiequellen erschlossen werden, die zuvor nur eher Besserverdienenden zugänglich wären,“ erläutert Christian Wiglow den Standpunkt der SPD.

„Dabei ist klar, dass auf eine solche Förderung kein Rechtsanspruch besteht, der Balkon der Lage nach geeignet sein muss und der Vermieter zustimmen muss,“ stellt Uwe Ludwig klar.

Abschließend verweist die SPD auf die Erfahrungen anderer Kommunen und auch auf die Überlegungen der Stadt Ratingen zur Umsetzung der Mittel aus dem Stärkungspaket NRW, die wegen der kurzen Laufzeit des Programms dann doch nicht so umgesetzt werden konnten.