Der Stamm eines Baumes ist zu sehen. Foto: Volkmann/Symbolbild
Der Stamm eines Baumes ist zu sehen. Foto: Volkmann/Symbolbild

Ratingen. Die SPD-Fraktion fordert eine zügige Wiederherstellung des Mehrgenerationenparks an der Wallstraße/Beamtengässchen – noch im Stadtjubiläumsjahr 2026. Dazu bringt die Fraktion einen entsprechenden Antrag in den nächsten Bezirksausschuss Mitte ein.


Hintergrund ist die seit Monaten brachliegende Fläche in zentraler Innenstadtlage, die nach dem Rückbau des Spielplatzes entstanden ist. Aus Sicht der SPD ist dieser Zustand nicht länger hinnehmbar.

„Dass mitten in der Innenstadt eine derart prominente Fläche ungenutzt und trostlos daliegt, ist weder städtebaulich noch politisch zu rechtfertigen“, erklärt Christian Wiglow, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Gerade im Jubiläumsjahr 2026 sollte Ratingen zeigen, dass es gestalten will – und nicht verwalten durch Stillstand.“

Die SPD fordert die Verwaltung auf, unverzüglich mit den Arbeiten zur Wiederherstellung des Mehrgenerationenparks entsprechend der bereits beschlossenen INTEK-Planungen zu beginnen. Sollte es an personellen Ressourcen mangeln, soll externe Unterstützung beauftragt werden. Zudem verlangt die Fraktion eine regelmäßige Berichterstattung im Bezirksausschuss Mitte.

Nach Auffassung der SPD gibt es derzeit keinerlei realistische Perspektive für eine kurzfristige Umsetzung einer Tiefgarage an der Wallstraße. Auch frühere Varianten wie ein Schutzraumkonzept seien nach Angaben des ehemaligen Bürgermeisters in nichtöffentlichen Ratssitzungen nicht umsetzungsreif.

„Die Menschen in Ratingen haben ein Recht darauf, dass beschlossene Projekte auch umgesetzt werden“, betont Ratsmitglied Rosa-Maria Kaleja. „Statt immer neuer Gedankenspiele zur Tiefgarage brauchen wir jetzt endlich sichtbare Verbesserungen für Familien, Kinder und ältere Menschen. Der Mehrgenerationenpark war genau dafür gedacht.“

Die SPD weist darauf hin, dass selbst bei einer möglichen kleineren Tiefgarage große Teile des Geländes nicht betroffen wären. Der Park könne daher unabhängig davon realisiert werden.

Auch Gero Aschenbroich, sachkundiger Bürger der SPD, kritisiert den bisherigen Umgang mit dem Areal deutlich:
„Der Rückbau des Spielplatzes war unnötig und hat zu einem Zustand geführt, der niemandem hilft. Wir haben fertige Planungen, wir haben einen Ratsbeschluss zur Priorisierung und wir haben die finanziellen Mittel – es fehlt allein der politische Wille zur Umsetzung.“

Bereits im Bezirksausschuss Mitte hatte die Verwaltung angekündigt, mit dem Bau des Mehrgenerationenparks im Frühjahr 2026 beginnen zu wollen. Aus Sicht der SPD ist eine Beschleunigung dieses Zeitplans realistisch und notwendig – insbesondere vor dem Hintergrund des Stadtjubiläums.

„Alle Voraussetzungen sind geschaffen“, fasst Christian Wiglow zusammen. „Jetzt muss gehandelt werden. Ratingen darf sich zum Jubiläum keine Brachfläche im Herzen der Stadt leisten.“