Eine Gruppe Kinder beim Spielen. Foto: pixabay
Eine Gruppe Kinder beim Spielen. Foto: pixabay

Ratingen. Die SPD-Fraktion setzt sich mit einem Antrag im Jugendhilfeausschuss für mehr Inklusion und bessere Teilhabemöglichkeiten von Kindern ein. Konkret soll die Verwaltung prüfen, ob eine Kommunikationstafel als Pilotprojekt auf einem geeigneten Spielplatz oder in einer Kindertagesstätte errichtet werden kann. Zudem sollen die möglichen Kosten und geeignete Standorte in einer Vorlage dargestellt werden.


„Kommunikationstafeln bestehen aus bunten, leicht verständlichen Symbolen, Bildern und Begriffen. Sie helfen insbesondere Kindern mit sprachlichen oder kognitiven Einschränkungen dabei, ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken und mit anderen Kindern oder Erwachsenen zu kommunizieren,“ so die Sprecherin der SPD-Fraktion im Jugendhilfeausschuss, Finja Reuter.

Besonders profitieren Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerungen, Autismus oder neurologischen beziehungsweise geistigen Beeinträchtigungen wie Zerebralparese oder dem Angelman-Syndrom. Auch Kinder mit geringen Deutschkenntnissen oder Kinder in der frühen Sprachentwicklung können durch die Tafeln unterstützt werden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Wiglow erklärt: „Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für Teilhabe. Mit einer Kommunikationstafel schaffen wir ein einfaches und gleichzeitig wirkungsvolles Angebot, damit Kinder unabhängig von ihren sprachlichen Fähigkeiten gemeinsam spielen und sich verständigen können.“

„Gerade auf Spielplätzen und in Kindertagesstätten entstehen soziale Kontakte und Freundschaften. Kommunikationstafeln können Kindern helfen, Barrieren abzubauen und sich aktiv am gemeinsamen Spiel zu beteiligen und somit einen wichtigen Schritt für mehr Inklusion im Alltag leisten,“ so Finja Reuter.

Nach Angaben der SPD stehen bereits rund 500 Kommunikationstafeln in Deutschland und der Schweiz auf öffentlichen Spielplätzen, Schulhöfen oder in sozialen Einrichtungen. Beispiele dafür gibt es unter anderem in Goch, Castrop-Rauxel und Solingen. Die Tafeln werden in kindgerechter Höhe angebracht und sind dadurch für Kinder leicht erreichbar und einfach nutzbar.

Mit dem Pilotprojekt möchte die SPD-Fraktion erste Erfahrungen sammeln und prüfen, wie ein solches Angebot künftig dauerhaft in der Stadt etabliert werden kann